12. November – Ornithologisches

Heute vor 121 Jahren wurde der berühmte Ornithologe Dr. Sálim Ali (1896-1987) geboren, der »Vogelmann von Indien«. Er suchte nach einem ganz bestimmten Vogel:

Der Godavari-Rennvogel [Hemerodromus bitorquatus], im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh endemisch, galt seit 1900 als ausgestorben. Anfang 1932 startete Dr. Ali seine ambi­tio­nierte Suche mit dem Ziel, den legendären Vogel wiederzuentdecken: ein Unter­nehmen, das ihn für den Rest seines langen Forscherlebens in Anspruch nehmen sollte. Über ein halbes Jahrhundert, 54 Jahre lang bis kurz vor seinem Tod, pirschte er unentwegt durchs indische Unterholz, tagaus & tagein, vom Tagesanbruch bis zum Sonnenuntergang. Ohne Erfolg.

Erst im Jahr 1986, mittlerweile 90-jährig, erfuhr er zufällig bei einer Plauderei mit einhei­mi­schen Vogelfängern, dass der Godavari-Vogel gar nicht so selten war wie er die ganze Zeit über ge­glaubt hatte: nach Einbruch der Dunkelheit liefen die scharenweise im Wald herum. Bereits in der darauffolgenden Nacht gelang es, im Schein einer Taschenlampe ein Exemplar einzu­fan­gen. Somit gelangte Herr Dr. Ali zu zwei grund­legenden ornithologischen Erkennt­nissen, näm­lich dass der Godavari-Rennvogel 1.) keineswegs ausgestorben, und 2.) grund­sätzlich nacht­ak­tiv ist.
(KURIER, 03.02.1987)
gulogulo - Mi, 08:26

und 3) ist der Vogel kein Bodenbrüter, sonst hätte der Doc bei seiner Suche sicher mal einen schlafenden Vogel zamtreten.

pathologe - Mi, 08:36

Wahrscheinlich hat er keinen gefunden, weil er sie alle zamtreten hat. Dafür hat er eine neue Spezies entdeckt: die mit den Plattfischen nicht verwandten Plattvögel.
hele (Gast) - Mi, 08:29

des is so traurig, traurig is des...

Lo - Mi, 08:59

Frühes Vögeln entspannt den Wurm.

david ramirer - Mi, 09:11

ein bessere werbung für die sinnhaftigkeit der vernetzung kann ich mir nicht vorstellen.

Olaf (Gast) - Mi, 09:18

Ich weiß nicht ob ich den Menschen für seine Geduld bewundern oder den Wissenschaftler für seine Arbeit belächeln soll.

Aber so bewahrheitet sich mal wieder, was schon der olle Schiller sagte, wovon Dr. Sálim Ali in Indien aber wohl nie erfahren hat:

"Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünkt,
Mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir liegt."

ernst offshore - So, 23:58

Sorry, nömix, aber ... also so nett die Geschichte auch klingt und ohne dass ich jetzt irgendeine Art von Recherche dazu betrieben hätte, also die Geschichte glaub ich dir einfach nicht. Die hast du dir aus den Fingern gesogen, stimmt's ? Ich mein, wie bescheuert kann ein Wissenschaftler(sic) sein?
Nö, die Story nehm ich dir einfach nicht ab.

nömix - Mo, 07:49

Die Geschichte von der über 50-jährigen Suche nach dem seit der Jahrhundertwende für ausgestorben geglaubten Godavari-Vogel und seine Wiederentdeckung durch Dr. Ali im Jahr 1986, welcher dessen Fortbestand bereits anfangs der 30er-Jahre postuliert hatte, steht so in einem KURIER-Artikel vom Februar 1987. Daraus stammt auch der ulkige Schluss­satz, wie in dem Zeitungsausschnitt-Faksimile oben dargestellt.
(Freilich erforschte Dr. Ali nebenher noch zahlreiche weitere Vogelarten und schrieb Bücher darüber, und machte wohl zwi­schen­drein auch mal Urlaub oder andere Sachen. Aber die in der Geschichte an­ge­führ­ten Daten & Fakten sind authentisch.)
Dr. Sálim Ali, »the birdman of India«, auf einer indischen Briefmarke von 1996

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