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In 30 Tagen um die Welt, 4. Tag


.. St. Pölten : Metropole an der Traisen

Im Jahre 1986 avancierte St. Pölten a. d. Traisen zur niederösterreichischen Landeshauptstadt, eine internationale Ausschreibung für ein Konzept zum Neubau des sogenannten “Regierungsviertels“ fand statt, künftiger Verwaltungssitz der nö. Landesregierung. Die Einreichung eines japanischen Architektenkonsortiums schaffte es leider nicht in die engere Auswahl, weil es a priori an der Realisierbarkeit scheitern musste: die Herrschaften aus Fernost hatten offensichtlich im Vorfeld der Projektierung die topographischen Gegebenheiten mangelhaft recherchiert. Ihr kühner Plan sah die Errichtung des Regierungsviertels auf einer künstlich angelegten Insel in der Traisen vor, die durch St. Pölten fließt, eine Art Klein-Manhattan in Mitteleuropa – herzige Idee, wenn man die Traisen kennt:

traisen
Foto: Traisen, Windpassing b. St. Pölten/NÖ (mit künstl. Inseln)

(Unsere Reise verzögerte sich etwas, weil wir in St. Pölten in einer Kolonne hinter einem Zwirnscheißer besonnenen Verkehrsteilnehmer hinterdrein fuhren, der im Ortsgebiet konsequent mit 40 km/h einhergogelte. In einer 70er-Zone beschleunigte er dann zügig auf eine Endgeschwindigkeit von atemberaubenden 55 km/h.
Besagter Verkehrsteilnehmer hatte das Kennzeichen: »PL ∙ MACH 1«. Nicht gelogen. Nomen est omen.)

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