Prozentuelles

Man muss nicht unbedingt höhere Mathematik studiert haben, um sich ausrechnen zu können, dass 25 Prozent ein Viertel von 100 Prozent sind. Theoretisch zumindest.

3. November

Heute ist wieder Weltmännertag, den gibts auch.
(irgendwas mit Gorbatschow & Prostata-Vorsorgedings & Gruß vom Urologen usw., deprimierende Angelegenheit das ganze.)
    1. November:  Allerheiligen,
    2. November:  Allerseelen,
    3. November:  Weltmännertag ..
.. man kommt ja aus dem Feiern gar nimmer raus.

Aus den Statuten des Weltmännertages:
»Männer sind benachteiligt, das haben jetzt auch die Vereinten Nationen erkannt und dem starken Geschlecht einen Tag zugewiesen, an dem die Welt seiner gedenkt [..] Was die Frauen seit 100 Jahren am 8. März tun, machen die Männer jetzt am 3. November. Vor allem Forderungen stellen:  Schluss mit der Vernachlässigung der Männer! [..] Die wichtigste Forderung:  Frauen müssen Zuhören lernen!«

Brot und Hosen.

Nur vorne rein

Nicht immer erschließt sich der Aussagegehalt von Zeitungsüberschriften dem Leser sogleich.
  (Neumarkter Zeitung)

30. Oktober

Heute vor 152 Jahren wurde der französische Nervenarzt Georges Gilles de la Tourette (1857-1904) geboren, er führte Studien über das später nach ihm benannte Tourette-Syndrom durch: das unwillkürliche, zwanghafte lautstarke Hervorstoßen zusammen- hangloser (bevorzugt unflätiger) Äußerungen.

Der britische Neurologe Oliver Sacks schreibt in seinem Bestseller »Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte«, dass ihm das Tourette-Syndrom früher unbekannt war und er, erst nachdem er einen Artikel darüber gelesen hatte, verblüfft feststellte wie zahlreich daran Leidende in der Öffentlichkeit tatsächlich zu beobachten sind.

Mittlerweile gehören solche lauthals zusammenhanglose Äußerungen hervorstoßende Individuen in der Öffentlichkeit zum gewohnten Alltagsbild – wäre Herr Dr. Tourette heutzutags noch am Leben, müsste er meinen sein Syndrom habe sich zur Pandemie ausgebreitet. Dabei telefonieren die bloß alle mit Freisprech.

Über neurologische Erkrankungen macht man sich nicht lustig, es sei denn man hieße Stermann & Grissemann.
.


(Merke: Nicht jeder, der ständig Scheiße sagt, leidet am Tourette-Syndrom.)

28. Oktober

Heute vor 116 Jahren kam der Wiener Kabarettist Karl Farkas (1893–1971) zur Welt. Farkas hatte eine riesige Nase. So ein riesen Pfrnak im Gesicht sei recht praktisch, erklärte er, “weil man auch unter der Dusche rauchen kann.“

Von Karl Farkas (nicht Karl Kraus, wie meist irrtümlich zugeschrieben) stammt unter anderm auch das Bonmot: “Österreicher und Deutsche unterscheiden sich durch ihre gemeinsame Sprache.“

Mit seinem kongenialen Doppelconférence-Partner Ernst Waldbrunn (1907–1977) als »der G’scheite und der Blöde«:
    Farkas: “Vorm Schlafengehen trink ich keinen Kaffee.
    Wenn ich einen Kaffee trink, kann ich nicht schlafen.“
    Waldbrunn: “Bei mir ist das umgekehrt: wenn ich schlaf,
    kann ich keinen Kaffee trinken.“
farkwald

Der Amtsweg ist das Ziel.

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