Aufgelesenes (CVI)

6. Dezember – Bauernkalender zum Nikolaustag

5. Dezember – Weltbodentag

(NÖN.at)
.
Heute ist übrigens schon wieder Weltbodentag, und zu diesem Anlass wurde dazumals an­de­ren­amts *) von einigen reimlustigen KollegInnen eine Reihe launiger Verse verfasst, z.B.:

Der Boden der liegt bloß so rum,
und tut doch artig seine Pflicht.
Denn tät er’s nicht, dann wär’ das dumm:
wo man sonst steh’n sollt’, wüsst’ man nicht.
© mit freundl. Genehmigung M. Krassnig
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*) (Betrüblicherweise ist auch Kollege Bubi40 – wie zahlreiche weitere geschätzte, ehe­dem um­trie­bi­ge AmtskollegInnen – mittlerweile verstummt bzw. nur mehr sporadisch in der Blo­go­sphäre zugange. Gelegentlich hieramts angebrachte Verlinkungen auf derlei stillgefallene oder -gelegte, indes nicht weniger lesenwerte Blogseiten mögen vielleicht wie wehmütige Re­mi­nis­zen­zen daherkommen. Aber das sind sie ja schließlich.)

Ghost Rider

Heute vor etlichen Jahrzehnten, am 3. Dezember Anno Neunzehnhundertschnee, fand in Neu­lengbach im schönen Wienerwald die Führerscheinprüfung statt, und nachtsüber hatte es einen Viertelmeter hoch geschneit. Also kriegten wir Prüflinge jeder eine Schneeschaufel in die Hand gedrückt und brachten den halben Vormittag damit zu, die Zufahrt zur Fahr­schul­ga­ra­ge freizuschaufeln, derweil sich der von der Bezirkshauptmannschaft Sankt Pölten/Land an­ge­reis­te Führerscheinprüfer im Gasthaus Schabschneider neben der Fahrschule bei einem Känn­chen Glühwein aufwärmte.

Das Fahrschulmotorrad war damals eine R68er BMW mit Seitenwa­gen, wie auf diesem Bild: im Fußraum des Seitenwagens waren zu­sätz­li­ches Kupp­lungs- und Fußbremspedal installiert, und darin saß der Fahr­leh­rer Herr Blüml im knöchellangen Ledermantel mit Flie­ger­haube und Sturm­brille (wie Abb. rechts) und assistierte uns hilfreich, als wir mit klammen Fin­gern ohne Finger­spit­zen­ge­fühl für Kupplungs- oder Brems­hebel zwei Run­den um den schneeglatten Kirchenplatz kurvten.

Manche Fahrschüler wohnten weit auswärts in der Neulengbacher Umgegend und wurden von Herrn Fahrlehrer Blüml zur Fahrstunde von daheim abgeholt und hinterher wie­der dort ab­ge­setzt. Bei Schlechtwetter pflegte Herr Blüml das Beiwagenverdeck zuzuklappen und blieb darin sitzen, nachdem er den Fahrschüler daheim absteigen ließ und zuvor noch an­ge­wie­sen hatte, (am Fußhebel links am Motorrad) den zweiten Gang einzuschalten: Kupplung und Fuß­bremse konnte er ja mit seinen Fahrlehrerpedalen betätigen, und zum Lenker mit Gas­dreh­griff brauchte er nur mit der linken Hand beim Seitenfenster rauszugreifen. So ge­schah es nicht sel­ten, wenn er mit röhrendem Motor im zweiten Gang zur Fahrschule heimwärts fuhr, dass sich ent­ge­gen­kom­menden Straßen­ver­kehrs­teil­neh­mern der im Bilde unten dar­ge­stellte An­blick bot – und wenn dann einer bei der Neu­leng­ba­cher Gen­dar­me­rie aufgeregt Mel­dung er­stat­te­te, er habe grad ein fahrerloses Bei­wa­gen­mo­tor­rad vor­über­brau­sen gesehen auf dem gar kei­ner drauf­saß, dann wusste man dort Bescheid: Ah, der Blüml fahrt grad von der Fahr­stund’ heim.

Fahrlehrer Blüml gibt den Ghost Rider.(Symbolbild)
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(Beitrag zu Kollege Dominiks *.txt-Projekt: »Fingerspitzengefühl«)

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