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Laut einer aktuellen Statistik

Kein Morgen ohne Heute, kein Heute ohne aktuelle Studie: Wären somit knapp zehn Prozent der durchschnittlichen Gesamtlebensdauer, also 3 Stunden täglich, jede Woche Montag bis Samstag, von der Wiege bis zum Grab. Zum Glück bleibt den Frauen noch ausreichend Tagesfreizeit für andere Beschäftigungen, denn:
Wären also nochmal 3 Stunden pro Tag, Sonntag inklusive. 3 Stunden shoppen, plus 3 Stun­den putzen – und was treiben die Frauen sonst noch:

Macht in Summe zehneinhalb Stunden pro Tag, plus 8 Stunden Berufstätigkeit = acht­zehn­ein­halb, bleiben fünfeinhalb Stunden übrig. Und, siehe da: Passt. Gut, dass es Studien gibt.

Laut einer aktuellen Studie

Welchen Nutzen manche Studien haben, weiß keiner. Macht aber nix – weiß von den ägyp­ti­schen Pyramiden ja auch keiner. Oder vom Papst. Oder von Zungen­piercing undsoweiter.

Der Erkenntnisgewinn aus einer Studie leitet sich von mehreren Faktoren ab: 1.) von den er­ho­be­nen Daten, 2.) der Interpretation, sowie 3.) der entsprechenden Schlussfolgerung (Fazit). Man sieht, die aus der Schlussfolgerung gewonnene Erkenntnis hängt mit der jeweiligen In­ter­pre­ta­tion zusammen. Beispiel:

Dr. Ian Walker, University of Bath/UK, fährt im Rahmen einer Studie eine Woche lang mit dem Fahrrad und protokolliert die Seitenabstände zu den Autos, die ihn überholen. In der darauffolgenden Woche setzt er eine Langhaarperücke auf, um von den Autofahrern die ihn überholen für eine Frau gehalten zu werden. Die Seiten­abstände beim Überholen der ver­meintlich weiblichen Radfahrerin erweisen sich als durchwegs größer als in der Vorwoche.
Dr. Walkers Fazit:
    »Autofahrer verhalten sich gegenüber weiblichen Radfahrern grundsätzlich rück­sichtsvoller.«
Kann man so interpretieren, muss man aber nicht. Könnte man auch so:
    »Autofahrer trauen weiblichen Radfahrern grundsätzlich nicht zu, ordentlich ihre Fahrspur einzuhalten.«
Fazit: Das Fazit der Studie ist Spekulation, der Erkenntniswert = plus/minus Null.

Anderes Beispiel: Laut einer aktuellen Studie ist das Risiko, Opfer einer Kindesentfüh­rung zu werden, für extrem übergewichtige Kinder statistisch signifikant geringer. Daraus könnte man das Fazit ziehen:
    »Kinder mit Essen vollzustopfen beugt Verbrechen vor.«
Könnte man, muss man aber nicht.