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A.E.I.O.U.

A∙Є∙I∙O∙V∙
.. lautete der Wahlspruch der Habsburger, seit ihn Friedrich III. zum Ende des Mittel­alters erstmals auf seinem kaiserlichen Wappen verewigen ließ.

Es lässt sich nicht mehr feststellen, welche Bedeutung dem Spruch ursprünglich inne­wohnte – Interpretationen gibt es zahllose, angeblich über dreihundert verschiedene. Historiker be­vor­zu­gen die Deutungen:
  • »Austriae Est Imperare Omni Universo«
    (Alles Erdreich Ist Oesterreich Untertan)
.. worin der eine oder andere vielleicht ein bissel einen leichten Anhauch jener Hybris er­blicken mag, selbiger die Österreicher zuweilen anheimzufallen pflegen. Sowie auch:
  • »Austria Erit In Orbe Ultima«
    (Österreich wird der Letzte in der Welt sein)
.. (gar nicht so weit daneben, wenn man sich z.B. die FIFA-Weltrangliste anschaut ;)

Der Volksmund kennt daneben weitere Interpretationsvarianten, welche sich etwa aus dem genuinen ösitanischen Defätismus herleiten, z.B.:
  • »Am End’ Is’ Ollas Umasunst.«
.. oder kurzum, wie es auch der geschätzte Kollege Gunkl formulierte:
  • »Also Eigentlich Is’ Ohnehin Unwichtig«

In 30 Tagen um die Welt, 51. Tag


.. von Gloggnitz nach Mürzzuschlag

Heute vor 157 Jahren, nämlich am 17. Juli 1854, wurde die Semme­ringbahn eröffnet, die erste Gebirgseisenbahn Europas.

Die Errichtung ging auf das Betreiben Erzherzog Johanns zurück, welcher herzogliche Güter in Niederösterreich sowie der Steiermark besaß. Zuvor musste er, wenn er mit der Südbahn zu seinen Besitzungen reiste, auf der Strecke über den Semmeringpass zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag auf Pferdegespanne umsteigen, was nicht grad komfortabel war. Die Lücke in einer durchgehenden direkten Eisenbahnverbindung zwischen Wien und Triest (dazumals österreichischer Adriahafen) wurde nunmehr geschlossen. Erbauer der Semmeringbahn war Carl Ritter von Ghega, den man im Bild unten nicht sieht, weil er auf der Rückseite drauf ist.



Bemerkenswert, dass der IC-Verkehr Österreich–Italien bis zur heutigen Gegenwart noch immer über die historische Ghega-Trasse führt (14 Tunnel, 16 Viadukte – teils zweistöckig – sowie über 100 Brücken & Durchgänge auf einer Streckenlänge von 40 km), die seit ihrer Er­bau­ung kaum nennenswerte Nachbesserungen erforderte.