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Schwangere trinken Batteriesäure


Das ist natürlich haarsträubender Blödsinn, kein Mensch kann Batteriesäure trinken.
Batteriesäure ist ca. 35-prozentige Schwefelsäure und stark ätzend, was jedermann be­kannt ist, dem davon schon mal ein unachtsam verspritztes Tröpfchen zügig ein Loch durch die Jeans gefressen und die Haut verätzt hat.

RTL Aktuell übernimmt eine Sky News-Reportage über illegal gepanschten Alkohol in Süd­afrika, für dessen Herstellung unter anderem diverse Ingredienzien wie Hefe und Batte­rie­säure verwendet werden, und kolportiert:

Man braucht kein Fachmann zu sein um sich ausdenken zu können, dass sich aus Hefe und Batteriesäure kein Alkohol brauen lässt – ganz abgesehen von der hausgemach­ten Schnaps­idee, jemand könne »Batteriesäure trinken«. (Hausgemacht, weil das so im Originaltext nicht vorkommt, sondern von RTL frei extemporiert wird.)

In Wirklichkeit hingegen dürfte es sich bei dem Gebräu wahrscheinlich um Diethyl­ether han­deln, ein Alkoholkondensat aus Ethylalkohol (der sich durch Hefegärung herstellen lässt) und Schwefelsäure (welche die südafrikanischen Panscher vermut­lich aus der Batteriesäure extra­hie­ren).

Verschenkblatt-Humor auf Kindergartenniveau

»Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allemal noch immer.«
.(Martin Krassnig)

Immer wenn man meint, die Dummheit in diversen österreichischen Verschenkblatt­re­dak­ti­o­nen könne einen nimmer überraschen, kommt zuverlässig einer daher und beweist das Ge­gen­teil.

Um den erweiterten Euro-Abgasnormen zu entsprechen, sollen neben Lkw und Bussen ab 2014 auch neuzugelassene Diesel-Pkw mit Abgaskatalysatoren ausgerüstet sein, welche mit AdBlue® betrieben werden, einer Lösung aus Wasser und synthetischem Harnstoff (Car­bo­nyl­diamid).

Harnstoff, haha. Es braucht schon ein spezielles Humorverständnis, das für so witzig zu fin­den um darüber mit der Schlagzeile loszugackern:
(Heute)
.
Was in Wasser aufgelöster Harnstoff mit („Pinkel-“, haha) Diesel zu tun haben soll, muss man nicht ver­ste­hen. Ebenso wenig, was der Verschenkblatt-Kindergartenhumorist im Artikel­text daher­schwa­felt:

» Die künftig vorgeschriebenen minimalen Emissionswerte der Motoren können nur erfüllt werden, wenn neben Diesel auch Harnstoff mitverbrannt wird. Der verwandelt nämlich Stickoxide in den Abgasen in Wasserdampf und unbedenklichen Stickstoff.

Die Harnstoff-Wasser-Lösung wird zur chemischen Abgasreinigung im Katalysator eingesetzt. Wie das denn hergehen soll, wenn die »neben Diesel mitverbrannt wird«, muss man ebenfalls nicht ver­ste­hen. Frei erfundenes brunz strunzdummes Geschwafel.