25. Februar – Hypotaxisches

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Heute ist, was wir nicht ver­ab­säu­men möchten, den geneigten Lesern zur Mitteilung zu bringen, um zu ver­mei­den, uns dem Vor­wurf aus­gesetzt zu sehen, man hätte hieramts davon Kenntnis besessen aber nie­mand daran teil­ha­ben lassen, der Tag der Schachtelsätze.
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speedhiking - Do, 07:34

Werter Herr! Sie sind offensichtlich auf hübsch lange Kommentare aus. Mit vielen Kommas. Ohne mich!

nömix - Sa, 14:00

Das Komma (in Österreich: der Beistrich) dient zur Strukturierung und dadurch leich­te­ren Verständlichkeit einzelner Satzelemente. Das Gegenteil erreicht, wer Kommas an­stelle von Punkten verwendet, um Hauptsätze voneinander zu trennen. Was der Kollege Wissen­schafts­redakteur, pünktlich zum Tag der Hypotaxe, hier eindrücklich beweist:

» Als unsere Ahnen vor etwa 65.000 Jahren von Afrika aus die Erde erwanderten, hinterließen sie ihre ersten Spuren am anderen Ende der Welt, in Australien, vor etwa 50.000 Jahren waren sie dort (in Europa erst vor 35.000). Das zeigen ihre eigenen, plötzlich auftauchenden Fossilien, in die gleiche Richtung deuten die ver­schwin­den­den Fossilien anderer, die der Megafaune, das sind alle Tiere mit mehr als 45 Kilogramm.«

(Ob man solchen Schwurbelschrieb für avantgardistisch halten will oder eher für affigen Manierismus, möge jeder Leser selber entscheiden.)
la-mamma - Do, 07:39

aha.

speedhiking - Do, 07:56

;-)
Quer (Gast) - Do, 14:27

Mir sind Schachtelsätze lieber als Beziehungskisten.

rosenherz - Do, 14:28

Wenn sie den Satz heraus genommen haben, bitte die leere Schachtel hätte ich gerne.

Trithemius - Fr, 19:01

Danke für den Hinweis, werter Kollege, auf einen in letzter Zeit kaum noch zu beobachtenden Satz, abgesehen von Ihrem kunstvoll konstruierten Beispielsatz natürlich, wobei derlei Sätze, denen mit Recht ein Tag zugeeignet wurde, aus dem Lameng, das Ihnen als Lamäng bekannt sein dürfte, aber ich habe mich für die rheinländische Variante entschieden, kaum noch geschrieben werden, nachdem sie bedenkenlos von diversen Stilratgebern, sei es Ludwig Reiners, Wolf Schneider oder Bastian, das Ohrfeigengesicht, Sick, um nur die penetrantesten Sprachphilister zu nennen, zum Abschuss freigegeben wurden, obwohl die gnadenlose Verfolgung von Schachtelsätzen, das wäre hier einzuwenden, hinsichtlich der sprachlichen Diversität zur stilistischen Verarmung führt, was jedem Liebhaber von Texten, wie sie Heinrich von Kleist noch meisterhaft zu drechseln verstand, die Tränen entlocken wird.

nömix - Sa, 09:24

Hier reihen Sie, geschätzter Kollege, sich, wie sich, indem man die von Ihnen verfassten Zeilen liest, erkennen lässt, in die Reihe herausragender Hypotaktiker, zu welcher, um nur einige zu nennen, neben Heinrich von Kleist, den Sie bereits erwähnten, ebenfalls Thomas Mann, Robert Musil oder Herbert Haupt zählen, ein.

Der Amtsweg ist das Ziel.

Parteienverkehr

bingo! ;-)
schneck08 - Sa, 16:14
Ganz klar ein...
Rössle - Do, 00:05
Lieber Nömix, bis...
Lo - Mi, 11:53
Gratuliere zum...
NeonWilderness - Do, 14:46

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