Außerösisches

Warnungszeichen

Warnungszeichen für Automobilisten.
Der Kartellausschuß der reichsdeutschen Auto­mo­bil-Clubs gab, wie wir an anderer Stelle [..] be­rich­ten, bezüglich der Warnungs­ta­feln einstimmig seine Stellungnahme dahin zum Aus­druck, daß die vier internationalen War­nungs­tafeln durch ein Zeichen für alle Ge­fah­ren­punkte ersetzt wer­den sollen, darunter auch ein sol­ches, das einen Totenkopf und zwei ge­kreuzte Men­schen­kno­chen zeigte. Solche To­ten­kopf-Warnungszeichen findet man übrigens auch hie und da in Tirol.

2. Sonntag im August: Tag der Melone

In Turkmenistan ist heute übrigens der Tag der Melone.
(Nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s gewusst aber niemand ver­raten.)

Dass Turkmenische Melonen im Laufe von Jahrhunderten mehrere Goldmedaillen bei den in­ter­nationalen Wettbewerben gewonnen haben, ist angeblich sehr bekannt. Melonenanbau gilt in Turkmenistan als Nationalkunst. Der Name einer turk­me­nischen Melonen-Königin lau­tet: Ak Gurbeksaftig.
(Kann man sich merken, muss man aber nicht.)

Pizzareskes

Kollege Lo erzählt hier eine Schnurre, die sich bei seinem Lieblingsitaliener zutrug, und da fällt mir die tief(sic!)sinnige Bemerkung ein, welche ich einst bei unserem Lieblingsitaliener zu hören bekam.

(In Rimini gibts übrigens eine Pizzeria, dort kriegt man »Pizza tedesca« – das ist: »Pizza con wurstel e krauti«. Kein Witz.)

Ampelmännchen

Der lebende Leuchtturm.
Die Newyorker Polizei bedient sich seit kurzem einer Art Sig­nal­apparate, die die den Verkehr regelnden Schutzleute an der Brust tragen. Es sind drei elektrische Blinklichter in ver­schie­de­nen Farben, die der Polizist je nach Ermessen ein- und aus­schalten kann, um den Lenkern seine Disposition optisch kundzutun. Tagsüber ist er nach wie vor auf seiner Hände Arbeit angewiesen.

14. April – Mozart war kein Ösi

Heute vor 200 Jahren, am 14. April 1816, trat der Vertrag von München in Kraft, wo­nach die Österreicher das Herzogtum Salzburg von den Bayern zurückkriegten, welche es davor von den Franzosen gekriegt hatten, welche es davor den Österreichern weg­ge­nom­men hatten.
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»Deutsche wollen unseren Mozart stehlen!«
»Unser Musik-Genie ist laut ZDF-Fernsehen kein Österreicher!«
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krähte die Kronen Zeitung einstens auf der Titelseite drauflos, und ereiferte sich über derartig »schwer­wiegenden Fauxpas« und »zweifelhaftes Geschichtsverständnis«. – »Mozart ist na­tür­lich Österreicher, völlig klar.« dozierte daraufhin Chefhistoriker Guido Knopp.
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Das stimmt freilich nicht: »unser« Mozart ist kein Österreicher und nie einer gewesen. Mozart war Salzburger. Das Fürsterzbistum Salzburg, dessen Untertan er zeitlebens blieb, war da­zu­mals ein eigen­stän­diger souveräner Staat. Erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts, nach Mozarts Ab­leben al­so, fiel Salz­burg an Österreich, danach an Frankreich, danach an Bayern usw., s. o.
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(Umgekehrt käme ja auch keiner auf die Idee, Mozart wäre Bayer, weil Salzburg nach seinen Lebzeiten mal zu Bayern gehörte. Oder Marco Polo wäre Österreicher, weil Venedig in spä­te­ren Zeiten mal zu Österreich gehörte.)

Motocyclistisches

Motocyclistische Ghymkana≈Spiele.
In England blüht noch der Motorradsport und Ghymkanaspiele sind sehr beliebt. Unser Bild zeigt das Kartoffelrennen. Die Kartoffel befinden sich in dem Gefäß, aus dem sie der Motocyclist mit dem Löffel herausfischen muß.
.(Allgemeine Automobil-Zeitung, 1912)

Heuer akuter Schneemangel in den Wintersportgebieten


(Allgemeine Automobil-Zeitung, 1932)

»Der Schweizer Sportsmann R. C. Lee hat Skisport-Versuche unternommen, die eine neue Art des Wüstenverkehrs eröffnen [..] Während der Fußgänger in der Wüste bereits nach we­ni­gen Minuten Schmerzen in den Beinen verspürt und bei jedem Schritt bis über die Knö­chel im Sande versinkt, gleitet der Ski sanft und ohne jedes Hindernis über die Sand­fläche dahin.«

Experten

»Es ist wahrhaft kein Schmarrn zu blöd,
dass er nicht in der Zeitung steht.«
(Martin Krassnig)
(The Huffington Post)
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»Aliens schicken riesige Raumschiffe, um unsere Sonnenenergie anzuzapfen
(Scott C. Waring, Alienexperte)
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(Wie wird man eigentlich Alienexperte?)

Unicyclistisches

» Walter Nilsson, ein bekannter Ingenieur aus Los Angeles, hat das Einrad-Motorrad so weit ver­vollkommnet, daß es jetzt eine gewohnte Erscheinung im amerika­nischen Ver­kehrs­leben zu werden verspricht. Das Rad ist so gut ausbalanciert, daß man mit Sicher­heit auch größere Geschwindigkeiten fahren kann. Mr. Nilsson will damit 100 englische Meilen, das sind bei 160 Kilometer, in der Stunde erreichen.«
.(Allgemeine Automobil-Zeitung, 1935)

Unlängst beim Chinesen

Kennen Sie den: Tritt ein Chinese auf und ruft »Übelaschung, Übelaschung!« Alle schaun ihn erwartungsvoll an, und der Chinese macht: »RRRrrrrr!!«

(Dass man in div. österr. Verschenkzeitungsredaktionen den Unterschied zwischen Chinesen & Japanern nicht kennt, steht wiederum auf einem anderen Blatt.)

Unlängst waren wir mit den Kindern beim Chinesen essen, zur Rechnung gibts für die Er­wach­senen das obligate Stamperl Pflaumenwein, und das chinesische Fräulein fragt: »Pflau­men­wein fü’ Gloße, und Schreckel fü’ Kleine?« – aber wir verstehen sie nicht. »Schreckel,« sagt sie nochmal, »Schreckel. Fü’ Kleine.« – keiner versteht’s. Und sie wieder­holt: »Schreckel. SchRRreckel! Rutschel fü’ Kleine.«

Wahre Geschichte, nicht gelogen: ich hab noch nie wen ein R so vollendet aussprechen gehört wie das chinesische Fräulein.
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(Schlecker = österr. für Lutscher, Lollipop).

Der Amtsweg ist das Ziel.

Parteienverkehr

Wenn der Lokführer...
gnaddrig (Gast) - Sa, 17:11
(DIE ZEIT) (apropos...
nömix - Sa, 11:49
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rosenherz - Do, 21:38
Leider hat das...
nömix - Do, 18:54
Ja, aber wo legt...
gnaddrig (Gast) - Do, 08:48

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