Mischkulantes

Ohne Worte


Leserbrief

s.g. Autor,
die Lektüre Ihrer Texte legt die Vermutung nahe,.dass Sie ein ziemlich
ungehobelter und flegelhafter Mensch sind.
ein Leser.
    s.g. Leser,
    das stimmt überhaupt nicht. Nehmen Sie das gefälligst zurück,
    Sie Arschkappelmuster.
    der Autor.

Anti-Schimmel-Aufkleber


Zum Glück hab ich das Kleingedruckte noch rechtzeitig gelesen – beinah hätt ich den Anti-Schimmel-Aufkleber vom Schuhkarton gekletzelt und gegessen ..

Ah so.



“Es geht nicht um Moral.“

(Josef Pröll) *

21. April

Heute vor 145 Jahren wurde der Nationalökonom und Kultursoziologe Max Weber (1864–1920) geboren. Die dominierende Herrschaftsform der Zukunft, postulierte er bereits vor einem Jahrhundert, werde die Bürokratie sein.

Da hat er zweifellos recht behalten, der Mann. In Brüssel und anderswo kriegen gegenwärtig ganze Regimenter von Schreibtischtätern horrende Summen unserer Steuergelder hinten reingeschoben, für nix anderes als tagaus tagein immer neue & abstrusere Faxen über Salatgurkenkrümmungskoeffizienten und Zahnpastatuben- Mitnahmeverbote in Flugzeugen und tausend andere Hirnchristlereien auszuhecken, die für das Fortkommen der Menschheit so gedeihlich sind wie ein zweites Loch im Hintern. Und das Erschütterndste daran ist garnichtmal der volkswirtschaftliche Schaden, den die damit tagtäglich anrichten, sondern die traurige Tatsache: dass wir alle diesen ganzen überbordenden Bürokraten-Wahnwitz quasi widerspruchslos und gewohnheitsmäßig über uns ergehen lassen. Das kollektive Boiling Frog-Syndrom.

Und ich sag euch, Leute, die dominierende Herrschaftsform der nahen, korrigiere: der unmittelbar bevorstehenden Zukunft wird die Kretinokratie*) sein. Wir sind auf dem direkten Weg dorthin. Und an die werden wir uns genauso gewöhnen. Wollen wir wetten.

*) (wieso steht die eigentlich noch nicht auf der Wikipedia-Liste?)

Geht eine Kuh über die Autobahn ..

.. oder: Herr R. erklärt uns die Wirtschaftskrise

“Auf einer Autobahn geht eine Kuh drüber und natürlich bremsen alle ab und bleiben stehen. Und auf einmal bildet sich ein riesiger Stau und die Kuh ist schon längst weg und der ganze Verkehrsstau ist noch lange vorhanden. So in etwa könnte man es auch betrachten wenn man vielleicht diese Wirtschaftskrise jetzt vor Augen hat.“

.. erklärt uns Herr Wirtschaftskrisenexperte Reinhart R. aus Villach (Kärnten), damit auch der Wirtschaftskrisenlaie eine ungefähre Vorstellung kriegt, worums dabei geht.
Früher war der Mann mal Aufsichtsrat der Hypo-Landesbank. Drum muss der ja wohl Experte sein, kein Wunder. Lei Lei.

Wo warst du als das Licht ausging

Am 9. November 1965 fiel im Nordosten der USA großräumig der Strom aus, es war der denkwürdige New York Blackout: 30 Millionen Menschen saßen im Finstern, ganz New York sank in Dunkelheit. Kein Licht, kein Fernsehen. Neun Monate später verzeichnete die Statistik im betroffenen Großraum einen signifikanten Anstieg der Geburtenrate.

Gestern abend fand zum löblichen Zwecke der Rettung des Weltklimas wieder mal die Aktion »Licht aus!« statt. Eh alle brav mitgemacht?

Ob sich mit einer Aktion »Licht aus!« das Problem des Geburtenrückgangs in den Industrieländern auch so einfach beheben lässt wie das mit dem Weltklima, ist noch nicht sicher.

Gefährliche Drohung

Richard Lugner droht damit, den Opernball künftig nicht mehr zu besuchen.

Wer genau sich jetzt aller wegen seiner Drohung zum fürchten hat, ist nicht ganz restlos geklärt.
(“Recht in die Finger frieren solls mich, weil mir der Vater keine neuen Handschuh kauft!“)

Sparprogramm

Dem ORF droht die Pleite, Generaldirektor Wrabetz kündigt rigide Sparmaßnahmen an. Beim Programm soll allerdings nix gespart werden, denn –
    Wrabetz: “Beim Programm geht’s nicht mehr.“ *)
Wie wahr.
(bissel billiger tät’s vielleicht doch noch gehen, wie wärs mit: Testbild statt bewegten Bildern. Oder: 24 h live Wetter-Webcam vom Küniglberg ..)
Na gut, Zynismus hilft wohl in dem Fall nicht weiter, bitte daher um konstruktive Vorschläge wie sich das ORF-Programm noch tieferlegen die Sendezeit noch billiger füllen ließe als bisher – wie wärs z.B. mit “Seher-Filmern“ nach Vorbild der “Leser-Reporter“ in div. Print- & Onlinemedien: die Leute schicken selber fabrizierte Videos ans Fernsehen, fürn Appel und ’n Ei, so kriegt man preisgünstig Content zum senden zusammen und erspart sich viel Geld für teure Programmkosten. Geld, das woanders wesentlich vordringlicher vonnöten ist, etwa für obszön fette Personalaufwendungen undsoweiter.)

*) (sagt übrigens derselbe Mann, der uns letztes Jahr “die größte Programmreform in der Geschichte des ORF“ angekündigt hat.)

8. November

Heute vor 124 Jahren wurde der Schweizer Psychoanalytiker Hermann Rorschach (1884–1922) geboren, er entwickelte den nach ihm benannten Tintenklecks-Test, der für klinische Zwecke in der diagnostischen Psychopathologie angewendet wird.

Als taugliches Verfahren zur Persönlichkeitsdiagnostik ist der Rorschach-Test höchst umstritten. Hab als Fahrschullehrer mal interessehalber an einem verkehrspsychologischen Eignungstest mitgemacht, außer Konkurrenz – wärs dabei um meinen Führerschein gegangen, wär ich womöglich durchgefallen, wer weiß.
Ein Bild (Abb.) ging so:
    Nömix (Proband): Zwei Negerinnen rühren in einem Kochtopf.
    Verkehrspsychologe: Warum Negerinnen.
    N.: Weil sie schwarz sind.
    V.: Negerinnen. Warum nicht Neger.
    N.: Weil das Mascherl rosa ist, nicht blau.
    V.: Was könnte in dem Kochtopf sein.
    N.: Vielleicht Kohlrabi.
    V. (macht sich Notizen): Zwei Negerinnen, ein Kochtopf, Kohlrabi.
    N.: Oder eine Negerin mit einem halben Kochtopf vor einem Spiegel.
    V.: Hatten Sie in letzter Zeit schwere Erkrankungen, Unfälle, Operationen.
    N.: Bandscheiben-Operation, letztes Jahr.
In der Rorschach-Testauswertung konnte ich später lesen: “Proband zeigt Hinweise auf postoperatives traumatisches Stress-Syndrom.“

Der Amtsweg ist das Ziel.

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Der Wirkradius...
Lo - So, 01:05
am wirkradius...
la-mamma - Sa, 22:16
Weshalb soll...
rinpotsche - Sa, 20:00
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