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In 30 Tagen um die Welt, 16. Tag


.. von New York nach Hollywood

Am gegenüberliegenden Ende von Amerika liegt Hollywood. In Hollywood treffen wir zahlreiche gebürtige Österreicher, Henry Grunwald sagte: »Österreich kann ohne Hollywood leben, Hollywood aber nicht ohne Österreicher.«

117 mal insgesamt war bisher ein Österreicher für einen Oscar nominiert, und 38 mal hat ihn auch einer erhalten. Der erfolgreichste war natürlich Billy Wilder, mit sechs Oscars im Verlauf seiner Karriere und einem siebenten für sein Lebenswerk.

Das Lied von Bernadette war 1943 gleich für zwölf (!) Oscars nominiert, und wurde in vier Kategorien ausgezeichnet (darunter ein Oscar für die beste Hauptdarstellerin: die 25-jährige Jennifer Jones, die in der Titelrolle eine 14-jährige verkörperte). Autor war ein Österreicher: Franz Werfel, der im Exil in Hollywood das Drehbuch zur Verfil­mung seines gleichnamigen Romans verfasst hatte.

Nach der Filmpremiere wurde er von seinem Landsmann Billy Wilder gefragt, wie der Film denn beim Publikum angekommen sei? und Franz Werfel antwortete kryptisch:
»Alea iacta est!«
Wilder fragte, was zum Kuckuck das bedeuten solle, und Werfel übersetzte:
»Der Werfel  hat gefallen

Gesundheit, Herr Bundeskanzler!

Mal im Ernst: haben wir schon mal überlegt was uns bevorsteht, wenn Herrn Schüssel etwas zustoßen sollte? Dann heißt unser Bundeskanzler Gorbach. Du liebe Zeit, doch nicht am Ende gar dieser Teststrecken-Gorbach – Scherz, oder? Leider nein. Den hat zwar keine Sau gewählt, aber nun ist der halt mal Vizekanzler.

Was tut der Mann eigentlich so? Ah ja, Verkehrsminister ist der auch. Und was genau quali­fi­ziert ihn für dieses Ressort, wenn man fragen darf ? Na, der Mann fährt halt gern schnell, wenn das keine ausreichenden Referenzen sind, was will man mehr. Nun fährt der aber gern schneller, als die Polizei in Österreich erlaubt, also setzt er auf einem Stück Autobahn kur­zer­hand unsere gute alte Straßenverkehrsordnung außer Kraft und widmet es zur offi­zi­ellen Renn­strecke um, jetzt darf ers dort anständig tuschen lassen und kriegt keinen Straf­zettel dafür. Paar Millionen kostet die Gaudi freilich, aber zum Glück ist es eh nicht sein Geld. Eh klar, erklärt er, dass der durchschnittliche österreichische Steuerzahler-Depp für solche Faxen nur geringe Verständnisbereitschaft aufbringt, aber:
    »Irgendwann wird das als große Tat in die Verkehrsgeschichte eingehen.«
Seine Teststrecke. Verkehrsgeschichte. Große Tat. Hat der tatsächlich so gesagt.

Herrn Gorbachs Wirken weist ihn als Exponenten einer politischen Mantafahrer-Fraktion mit traditionell fundierter Fachkompetenz aus, erinnern wir uns an die illustre Truppe diverser weiterer verkehrshistorischer Großtäter: einen Herrn »Meischi« Meischberger etwa, der sich zum Verkehrssprecher hinreichend dadurch qualifiziert sah, dass er einen Porsche besaß und sein Schwager eine Tankstelle, eine Frau Verkehrsministerin Forstinger, weil die halt zu­fällig grad so hieß wie ein bekannter Autozubehör-Diskonter, oder einen Herrn wiehieß­der­nochmal – Schmid?, dessen eindrucksvollste Großtat in seiner Kurzzeit-Ministerkarriere darin bestand, dass er einen Jaguar als Dienstauto haben wollte, bevor er mit einem amts­ärzt­lich attestierten Dachschaden Anspruch auf Politiker-Frühpension erhob undsoweiter .. tschuldigung, kurze Unterbrechung, muss nur mal kurz speiben gehen.

Herrn Schüssel hat auch keine Sau gewählt, aber nun ist der halt mal Bundeskanzler. Hoffentlich bleibt er’s auch. Es könnte noch schlimmer kommen. Herr Schüssel, passen Sie auf sich auf, bitte. Danke.