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In 30 Tagen um die Welt, 51. Tag


.. von Gloggnitz nach Mürzzuschlag

Heute vor 157 Jahren, nämlich am 17. Juli 1854, wurde die Semme­ringbahn eröffnet, die erste Gebirgseisenbahn Europas.

Die Errichtung ging auf das Betreiben Erzherzog Johanns zurück, welcher herzogliche Güter in Niederösterreich sowie der Steiermark besaß. Zuvor musste er, wenn er mit der Südbahn zu seinen Besitzungen reiste, auf der Strecke über den Semmeringpass zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag auf Pferdegespanne umsteigen, was nicht grad komfortabel war. Die Lücke in einer durchgehenden direkten Eisenbahnverbindung zwischen Wien und Triest (dazumals österreichischer Adriahafen) wurde nunmehr geschlossen. Erbauer der Semmeringbahn war Carl Ritter von Ghega, den man im Bild unten nicht sieht, weil er auf der Rückseite drauf ist.



Bemerkenswert, dass der IC-Verkehr Österreich–Italien bis zur heutigen Gegenwart noch immer über die historische Ghega-Trasse führt (14 Tunnel, 16 Viadukte – teils zweistöckig – sowie über 100 Brücken & Durchgänge auf einer Streckenlänge von 40 km), die seit ihrer Er­bau­ung kaum nennenswerte Nachbesserungen erforderte.

Kulinarisches

Was der Kollege Restaurantkritiker heute empfiehlt:

Zum Beispiel einen in Olivenöl ins Glasige gezogenen Loup de mer, dessen jodfrisches Fleisch durch einen zart süßsauer surrenden Zitronenfond, winzige, entkernte, schwarz­bittere Nyons-Oliven und süßschmelzige Ofentomaten unterfüttert wird

Wenn wir mal all die jodfrisch surrenden Adjektive außer acht lassen, bleibt ein Fisch über, dessen Fleisch durch Tomaten unterfüttert wird. Was der Quatsch bedeuten soll, muss man als Leser nicht verstehen. Natürlich darf man einem Restaurantkritiker nicht unterstellen, es triebe ihn womöglich die profane Intention um, vom Leser ver­standen werden zu wollen. Sondern natürlich eine andere. Welche, muss man auch nicht verstehen.
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Lesetipp: Woody Allen, »Wir aßen für Sie im “Fabrizio’s“« (Nebenwirkungen, 1980).