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WHO will »rauchfreie Filme«

Jetzt will die WHO alle Filmszenen, in denen die Darsteller beim Zigarettenrauchen zu sehen sind, aus den Kinos verbannen, weil diese die heranwachsenden Zuseher zur ge­sund­heits­be­einträchtigenden Nachahmung animieren könnten.
Über die Verbannung aller Filmszenen, in denen die Darsteller z.B. Auto­fah­ren wie die Voll­deppen, welche die heranwachsenden Zuseher ebenfalls zur ge­sund­heits­be­ein­träch­ti­gen­den Nach­ahmung animieren könnten, wurde bislang noch nichts be­kannt.
Undsoweiter ..

Küchenetymologisches: Palatschinken

Kollege Shhhhh schreibt hier über aus dem Lateinischen herstammende Vo­ka­beln, welche als Lehnwörter Eingang in unsere Umgangssprache ge­fun­den haben, aber mittlerweile als genuin muttersprachlich empfunden werden.

Letzthin war hieramts über die ösitanischen Gattehosen (v. ung. Gatya = [lange Unter-]Hose) die Rede, einem Lehnwort aus dem Ungarischen wie es im Österreichischen zahlreiche gibt, was in der gemeinsamen Historie beider Nachbarländer als k. u. k. Doppelmonarchie be­grün­det ist. Um ein solches handelt es sich ebenfalls bei den Palatschinken, dem österreichischen Ter­mi­nus technicus für Eierpfannkuchen.

Der Ausdruck leitet sich vom lateinischen placenta = Kuchen her und gelangte aus dem glbd. Rumänischen plăcintă über das Ungarische palacsinta ins Wiene­rische, wo er übrigens seinen Singular phonetisch einbüßte: eine Palatschinke heißt »a Palatschinken«, und wer tatsächlich nur eine haben will, bestellt beim Kellner »eine halbe Portion Palatschinken«.

So kommt es, dass österreichische Kinder zuerst im Mutterleib von der Plazenta (= biolog. Fachbegriff für Mut­ter­kuchen) und später mit Mutters Pfannkuchen, vulgo Palatschinken, er­nährt werden, und beiderlei Termini von derselben lateinischen Vokabel abstammen.