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1. Oktober – Vegetarisches

Heute ist übrigens Welt-Vegetariertag.

Anlassdichter Kollege KrassNick reimt über die Vegetarier:
    Warum die Vegetarier
    die pflanzliche Ernährung
    bevorzugen, hat eine sehr
    einleuchtende Erklärung:

    Tiere muss man vor dem Verzehr
    erst fangen. (Sind die schneller,
    kriegt man sie allerdings nur schwer
    als Mahlzeit auf den Teller.)

    Es lässt sich an pflanzliche Nahrung
    viel einfacher gelangen:
    weil diese, so zeigt die Erfahrung,
    lässt sich viel leichter fangen.

    © mit freundl. Genehmigung M. Krassnig
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J. R. und die vegetarische Beamtenforelle:

Der legendäre österreichische Bundeskanzler (1953-1961) Julius Raab, gebürtiger St. Pöltner, war für seine Volkstümlichkeit und Bodenständigkeit bekannt: zu Mittag pflegte er täglich an seinem Schreibtisch im Kanzleramt eine mitgebrachte Knackwurst zu verzehren, eine soge­nann­te »Beamtenforelle«. (heißt so, weil sie dem traditionell miserabel besoldeten österr. Be­amten als vergleichsweise billiger Ersatz für die teure Fischmahlzeit diente, die er sich nur sel­ten leisten konnte.) Als Erz-Schwarzer – in enger Allianz mit der katholischen Kirche – da­rauf an­ge­sprochen, ob es nicht unstatthaft sei auch freitags am kirchlichen Fasttag eine Wurst zu essen, rechtfertigte sich Raab: »Knackwurst ist ja keine Wurst, sondern eine Mehl­speis’.«

29. September

Heute ist übrigens schon wieder der Tag des Deutschen Butterbrotes.
(nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s gewusst aber keinem verraten.)

Welchen Nutzen ein Tag des Deutschen Butterbrotes haben soll, weiß keiner. Macht aber nix, weiß ja von den Ägyptischen Pyramiden auch keiner. Oder vom Papst. Oder von Zun­gen­pier­cing undsoweiter.

Die Redensart »Minister fallen wie die Butterbrote: immer auf die Butterseite.« war bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebräuchlich, freilich hat sie an Gültigkeit bis heute nichts ein­ge­büßt.

Dass in Deutschland ein Wurstbrot oder Käsebrot ebenso als »Butterbrot« bezeichnet wird, auch wenn keine Butter darauf ist, kann man sich merken – muss man aber nicht.