5. Dezember

Heute vor 85 Jahren wurde mein Vater geboren, in Haida bei Reichenberg/Deutsch­böhmen (heute Liberecký kraj/CZ), leider starb er früh. Als 17-jähriger wurde er ein­gezogen, geriet in italienische Gefangenschaft, nach Kriegsende war eine Rückkehr in die Heimat nimmer mög­lich. Familienfotos zeigen ihn gleichgroß wie meine Brüder und mich, alle um die 1,80. In sei­nem Wehrpass stand aber, als er dazumals ein­rückte: Größe 1,70 – ein Halbwüchsiger noch, der in den Krieg ziehen musste und erst als Erwachsener wie­der­kam, wie viele damals. Als Staatenloser, und heimatlos.

Ich habe eine Messing-Armbanduhr von ihm geerbt, die er anno sei­ner­zeit von seiner Auto-Haftpflichtversicherung für fünfzehn Jahre unfallfreies Fahren gekriegt hatte, und einen Rasier­pinsel. Den Rasier­pinsel verwende ich noch immer, er schaut nimmer ganz neu aus, aber funktioniert noch tadellos.

Der Amtsweg ist das Ziel.


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