7. Juni

Heute vor 70 Jahren kam der kleine Herr Wolfgang Sch. zur Welt, eine der widerwär­tigsten und ungustiösesten politischen Figuren der Zweiten Republik: jener Politiker nämlich, wel­cher – ganz & gar von egomanischer Machtbesessenheit umgetrieben – keinerlei Hemmungen zeigte, das Wählervolk ungeniert hinters Licht zu führen und sein Heimatland der in­ter­na­tionalen Ächtung preiszugeben. Und damit das Ansehen Österreichs im Rest der Welt nach­hal­tig zu beschädigen.
    (SPIEGEL 43/08)
Durch das hinterlistige taktische Manöver einer Zweckallianz mit einer Gruppierung po­li­ti­scher Mantafahrer*) und Rechtsüberholer gelangte Herr Sch. an die Spitze der öster­rei­chi­schen Bundesregierung, obwohl ihn drei Viertel aller Wähler gar nicht dort haben wollten. Eine Machtposition, an die er sich sieben Jahre lang hartnäckig anklammerte, was jegliche konstruktive Regierungsarbeit während der Dauer seiner Amtszeit faktisch lahmlegte. Haupt­sache Bundeskanzler.
    »Macht war mir nie sehr wichtig.«  (Wolfgang Sch.*)
Hat der tatsächlich gesagt. Jaja, der kleine Herr Sch. und die Wahrheit – bekanntlich ein eige­nes Kapitel.



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