Aufgelesenes

Aufgelesenes (LXXIII)

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Selber schuld

Falls Sie sich schon mal gefragt haben, wer eigentlich dafür verantwortlich ist, dass man in den Medien allenthalben nix wie Schund & Schmarrn & inhaltsleeren Quatsch zu lesen und zu sehen kriegt:

Die Leser und Zuschauer sind selber schuld an dem Mist, den sie vorgesetzt kriegen, na also. Die Medien können gar nix dafür, weil die vom Publikum ja gesteuert werden.

Diese Argumentation ist nicht minder läppisch, als würde ein Koch den schlechten Fraß, den er auftischt, damit rechtfertigen, dass ihn die Leute ja fressen. Die Leute wären also für den schlechten Fraß selbst verantwortlich, indem sie den Koch steuern, weiter schlecht zu kochen.

Die Medien, willenlose ferngesteuerte Marionetten des Publikumsdiktats? Wie erbärm­lich. Man weiß kaum, wen man mehr bedauern soll: die armen Medien, oder das arme Publikum.

Definieren Sie den Begriff  “ermordet“


.(SPIEGEL 31/2014, Leitartikel)

Der Verfasser dieses SPIEGEL-Leitartikels bleibt zwar ungenannt, allerdings darf man annehmen, dass der nicht von einem x-beliebigen Redaktionspraktikanten stammt, sondern mindestens von einem Redakteur. Einem Leitartikel-Verfasser in einem der bedeutendsten deutschsprachigen Leitmedien sollte freilich der landläufige Unter­schied zwischen einem »Mord«, d.i. einem vorsätzlichen Verbrechen, und einem ver­mutlichen »tragischen Versehen« geläufig sein. Sollte man meinen.
Ob hinter der Verwendung des im Konnex bedeutungsfalschen Terminus »Mord« be­absichtigte Polemik oder bloß fahrlässiges »Versehen« steckt, lässt sich für den Leser nur schwer erraten.

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In derselben Ausgabe übrigens, in einem Artikel über antisemitische Ausschreitungen in Deutschland, steht der Satz:
(SPIEGEL 31/2014)
.
»In Österreich werden israelische Fußballmannschaften attackiert«, erfährt der Leser hier aus dem SPIEGEL. (Tatsächlich wurde eine israelische Fußballmannschaft von einer Gruppe radikalisierter Türken attackiert. Dass die Attacke zufällig in Österreich stattfand, spielte dabei keine Rolle.)
Gewiss wurde dieser saudumme Satz von den SPIEGEL-Autoren nicht aus böswilligem Kalkül, sondern lediglich purer Gedankenlosigkeit so formuliert. Gleichwohl ärgerlich ist beides.

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Was so manchem Introtext-Aushecker beim Aushecken so manchen Introtextes durch den Kopf gehen mag, ist unklar. Vermutlich die Zugluft.

Neues vom Grundrechnungsbeauftragten, ..

.. oder: “nahezu undenkbares“.

(»mehr als das Doppelte«, nicht zu verwechseln mit »fast das Doppelte«.)

Definieren Sie den Begriff  “fast“

»Das Denken fällt oft schwer, indes, das Schreiben geht auch ohne es.«
(Wilhelm Busch)
Das hat der SPON-Kollege sehr schön ausgerechnet. Mit einem Taschenrechner oder im Kopf , ist nicht überliefert. Aber warum eigentlich “fast“?
Schau mer mal:
    Donald Sterling (born [..] April 26, 1934)
Ah so. Also ist der gar nicht 81, sondern 80. Das mit dem “fast“ ist also de facto richtig. Wo der SPON-Kollege die “81“ falsch abgeschrieben hat, ist unbekannt. Copy, & passt. Fast, jedenfalls.
Aber: wie gedankenlos muss sich einer beim Abschreiben (von welchen Quellen auch immer) anstellen, um einen Satz wie den oben zitierten nicht bescheuert zu finden.

Der Amtsweg ist das Ziel.

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