Aufgelesenes

Aufgelesenes (CII)

SVZ.de
Gala
   BILLA-Reklame

Bananen∙Republik

Dass einer Anfechtungsklage wegen möglicher Ungesetzmäßigkeiten bei der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl vom Österreichischen Verfassungsgerichtshof stattgegeben und nach rechts­staat­li­chen Grundsätzen für eine verfassungskonforme Wahl­wie­der­holung entschieden wurde, un­ter­schei­det Österreich von einer Bananenrepublik:

Die Richter haben gezeigt, dass Österreich eben keine Bananenrepublik ist
[..] dass die Wahl nun nach einer Klage der FPÖ wiederholt werden muss, zeigt: Österreich ist doch keine Bananenrepublik.
.
Das sollte eigentlich auch simpel gestrickten Geistern einleuchten, möchte man meinen. In­dessen verlautbart Österreichs auflagenzweitstärkste Gratis-Volksinformationspostille:
(ÖSTERREICH)
.
Was diesen journaillistischen Gimpeln durch den Kopf gehen mag, wenn sie sich solche Titel­zei­len ausdenken, ist für Normalverbraucher schwer nachvollziehbar. Ver­mut­lich die Zugluft.

Aufgelesenes (CI)

GMX Lifestyle

Luftnummer

Was sie dem Schweizer Gratiszeitungskollegen ins Müesli getan haben, bevor er diese bizarre Luft­num­mer ausheckte, ist nicht überliefert, aber rezeptfrei wars ganz bestimmt nicht:
(20 Minuten)
.
100 Meter, das ist so lang wie ein Fußballfeld – so weit sollte ein Töff (=Motorrad) durch die Luft geflogen sein?

.
Man muss kein Fachmann sein um sich ausrechnen zu können, wie absurd die Vorstellung ist, ein Motorrad würde nach der Kollision mit einem stehenden Auto abheben und genausoweit durch die Luft fliegen wie Motorrad-Stuntman Robbie Maddison bei seinem 100-Meter-Welt­rekordsprung.
────────────────────
(Wers dennoch ausrechnen will: um erst rund 100 Meter weiter entfernt auf dem Boden auf­zu­prallen, müsste ein Objekt mit einer Geschwindigkeit von 31 m/s (=110 km/h) ungebremst im 45°-Winkel von jenem abheben.)

Definieren Sie den Begriff »geschmacklos«

.
Werbeeinnahmen mit der Darbietung eines Videos absahnen zu wollen, welches die De­mü­ti­gung bettelnder Kinder vorführt, hält man hingegen beim EXPRESS nicht für geschmacklos.

Aufgelesenes (C)

ORF.at

.. wie die BBC herausfand

Kollege Thomas schreibt hier über eine seit Jahrzehnten zigfach abgefrühstückte & neuerlich aufgewärmte Wiedergänger-Meldung, welche der ze.tt-Ableger von der ZEIT ihrem juvenilen Zielpublikum aktuell auftischt:
.
» Alle 26.000 Jahre beginnt die Erde ein wenig zu eiern – ähnlich eines nicht mehr ganz so schnellem Kreisels. Dieser Effekt wird Präzession genannt und entsteht durch die Gra­vi­ta­ti­ons­kraft der Sonne und des Mondes. Dadurch haben sich unsere tra­ditionellen Sternbilder fast um einen ganzen Monat nach hinten verschoben, wie die BBC herausfand «
.
Dass die Verschiebung der Sternbilder, die bereits den Babyloniern und Griechen in der An­ti­ke bekannt war, von der BBC erst jetzt »herausgefunden« wurde, mag womöglich daran liegen dass bei der BBC keiner die BILD-Zeitung liest, welche die olle Kamelle – wie zig andere Me­di­en ebenfalls – alle paar Jahre wie­de­rum aufs neue herauszufinden und zu erklären pflegt.
.
Bemerkenswert an dem ZEIT/ze.tt-Artikel ist freilich das seltene Bravourstück, in einem ein­zi­gen Absatz mehr Blödsinn hervorzubringen als in einem ganzen »BILD erklärt!«-Artikel:
  • Die Erde beginnt keineswegs alle 26.000 Jahre »ein wenig zu eiern«, sondern tut das viel­mehr per­ma­nent und unablässig, und zwar mindestens seitdem es den Mond gibt.
  • Der Effekt des Eierns wird keineswegs Präzession (=Kreiseleffekt) genannt, sondern vielmehr Nutation (=Unwuchteffekt) und ist etwas völlig anderes.
  • Durch das Eiern der Erde haben sich unsere Sternbilder keineswegs ver­scho­ben, son­dern vielmehr hat dies überhaupt nix miteinander zu tun.
  • Die Verschiebung der traditionellen Sternbilder wurde keineswegs von der BBC »he­raus­ge­funden«, sondern vielmehr bereits von den ollen Griechen.
(Versuchen Sie mal, eine vergleichbare Menge Blödsinn in zwei Sätzen zu komprimieren, und wer­den Sie Wissenschaftsredakteur bei ZEIT/ze.tt.) (oder bei BILD, WELT, SPIEGEL & Kon­sorten, oder gar beim FOCUS et al.)
──────────────────────────
(Wenn der Kollege Steppenhund das liest,
kriegt ers wieder mit dem Blutdruck ;)

Aufgelesenes (XCIX)

Aufgelesenes (XCVIII)

ORF.at
Kleine Zeitung
Badische Zeitung
KURIER

Angriff der Riesen-Ratten

Immer wenn man meint, der Hirnrissigkeitsrekord in der medialen Be­richt­er­stattung müsse irgendwann erreicht sein und sich nimmer toppen lassen, kommt zuverlässig einer daher und beweist das Gegenteil. Etwa der Online-Auftritt von Österreichs auf­la­gen­zweit­stärk­ster illus­trier­ter Verschenkpostille:

In Pakistan mussten Menschen nach Rattenbissen medizinisch versorgt werden, und an­geb­lich »soll so­gar einer« dort ums Leben gekommen sein. Und was weiß ÖSTER­REICH.at da­rü­ber zu vermelden? Eh klar:
  ÖSTERREICH.at
.
»Es sind Bilder, die schockieren – Ratten in der Größe von Katzen« treiben dort ihr Unwesen, und wers nicht glauben will, lasse sich durch den Bildbeweis »Größenvergleich: Gummi­hand­schuh mit Kombizange & Riesen-Ratte« überzeugen.

(Nicht zu verwechseln sind die ÖSTERREICHischen Riesen-Ratten, die Men­schen tö­ten, mit den Riesen-Ratten, welche England schocken:

Der Amtsweg ist das Ziel.

Parteienverkehr

Glück gehabt!...
gnaddrig (Gast) - So, 18:47
Danke für...
Herr Ösi (Gast) - So, 16:17
Das Auto erlitt...
diefrogg - So, 14:56
Im nächsten...
Jan M. (Gast) - So, 14:14
So ist es der...
T. Kollment (Gast) - So, 10:47

Amtsverkehr


Postamt

xml version of this page

Fundamt

Salzamt

mail@noehrig.at


30 Tage um die Welt
Amtsartiges
Apostrophisches
Aufgelesenes
Außerösisches
Feminologisches
Filmosophisches
Illustriertes
Kalendarisches
Mischkulantes
Nominelles
Nostalgisches
Ösitanisches
Redensartiges
Versifiziertes
Wissenswertes
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren