Kalendarisches

14. Februar

Josef Hader hat heute Geburtstag, er stammt aus Nöchling im Strudengau, in der südwestlichsten Ecke des Waldviertels.
Sein urbaner Kollege Alfred Dorfer reagierte pikiert, als er einmal bei Hader eingeladen war und zum Frühstück Erdäpfelschmarrn mit Zwiebel kre­denzt be­kam. Als Hader ein andermal bei Dorfer früh­stück­te, rächte dieser sich perfide: mit Jog­hurt­müesli und Nutella-Semmeln.
Trotzdem blieben sie Freunde..

12. Februar

Heute vor 208 Jahren wurde Charles Darwin (1809-1882) geboren, der Begründer der Evo­lu­tions­lehre. Zu seinem Gedenken wird heute weltweit der Darwin-Tag gefeiert.

Darwins Evolutionstheorie wird nicht von jedermann anerkannt, die Kreationisten lehnen sie rundweg ab. (Allerdings: wenn Gott die Menschen tatsächlich nach seinem Eben­bild er­schaf­fen hätte [1. Mose 1,27] – welcher Umkehrschluss folgert dann daraus: dass man sich Gott als Ebenbild der Menschen vorzustellen habe? Etwa so wie, sag mer mal, z.B. diese Typen in der Barbara Karlich Show?)

Reimkünstler Kollege krassNick legt ebenfalls Einwände gegen Herrn Darwins Theorie dar, er fasst sie in einen hübschen Fünfzeiler:
    Dass Mensch und Schimpanse Verwandte wären,
    gehört zu Herrn Darwins bekannten Lehren.
    Der Mops aber, dass ausgerechnet der
    mit dem Wolf verwandt wär’: das kann der Herr
    Darwin seiner Urstrumpftante erklären.
    ___________
    © mit freundl. Genehmigung M. Krassnig.

24. Jänner – Komplimentäres

Heute ist übrigens der Welttag der Komplimente, nicht zu verwechseln mit dem Welttag des Kompliments am 1. März. Welchen Nutzen ein zweiter Welttag der Komplimente haben soll, lässt sich nicht erraten, aber das weiß ja z.B. vom dritten Nationalratspräsidenten auch keiner.

Komplimente sind grundsätzlich was nettes, freilich aber korreliert die Akzeptanz seitens des Adressaten mit der zielgruppenadäquaten Formulierung:
    »Heast Oide, du schaust voi fett aus!«
– hörte ich mal einen Teenager anerkennend zu einem Mädel sagen, was die Angespro­che­ne offenkundig als schmeichelhaft empfand.
Wenn ich das gleiche zu meiner Frau sage, würde sie das vermutlich nicht so reizend finden.

5. Dezember – Weltbodentag

(NÖN.at)
.
Heute ist übrigens schon wieder Weltbodentag, und zu diesem Anlass wurde dazumals an­de­ren­amts *) von einigen reimlustigen KollegInnen eine Reihe launiger Verse verfasst, z.B.:

Der Boden der liegt bloß so rum,
und tut doch artig seine Pflicht.
Denn tät er’s nicht, dann wär’ das dumm:
wo man sonst steh’n sollt’, wüsst’ man nicht.
© mit freundl. Genehmigung M. Krassnig
────────────────
*) (Betrüblicherweise ist auch Kollege Bubi40 – wie zahlreiche weitere geschätzte, ehe­dem um­trie­bi­ge AmtskollegInnen – mittlerweile verstummt bzw. nur mehr sporadisch in der Blo­go­sphäre zugange. Gelegentlich hieramts angebrachte Verlinkungen auf derlei stillgefallene oder -gelegte, indes nicht weniger lesenwerte Blogseiten mögen vielleicht wie wehmütige Re­mi­nis­zen­zen daherkommen. Aber das sind sie ja schließlich.)

20. November – Deutscher Lebertag

    Heut’ ist der Deutsche Lebertag,
    hier steht’s, falls wer nicht glauben mag.
    Drum lasst an diesem Tag, dem hehren,
    uns die Deutsche Leber ehren:
    denn ohne diese gäb’ es keine
    Deutsche Leberwurst, die feine.

16. November: Internationaler Tag für Toleranz

»Toleranz ist die Fortsetzung der Ratlosigkeit mit anderen Mitteln.«
(Henryk M. Broder)
    Heut ist der Toleranzwelttag,
    darf ich Sie informieren.
    Falls irgendwer den feiern mag
    will ich’s gern tolerieren.
─────────────────
»Das Wort “Toleranz“ ist kein deutsches Wort, es ist ein Fremdwort. Und “etwas tolerieren“ be­deutet soviel wie “etwas aushalten“. Also wenn früher mal wer gefoltert worden ist, dann war der tolerant.«  (Gerhard Polt)

8. November



Heute ist übrigens schon wieder Weltputzfrauentag*), vulgo Tag der Lurchfee.
(Nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s ge­wusst aber keinem verraten.)


Kennen Sie das Sprichwort:
»Eine Putzfrau und ein Staubsauger sind im Haus­halt nützlicher als eine Putzfrau und ein Papst.«

.

.

3. November

Heute ist übrigens der Hausfrauentag, wenn man dem Kalender glauben darf.
Hinter jedem großen Dichtersmann steht eine Hausfrau, wie sich ahnen lässt, denn:


Hätte Goethe Suppen schmalzen,
Klöße salzen,
Schiller Pfannen waschen müssen,
Heine nähn, was er verrissen,
Stuben scheuern, Wanzen morden,
Ach die Herren,
Alle wären
Keine großen Dichter worden.
_____________________.
Emerenz Meier (1874-1928) bayer. Volksdichterin
(aufgelesen von Kollegin Quer)
.
───────────────────────
Hätte wer die Gretchenfrag’
Herrn Goethe einst gestellt: »Nun sag’,
wie hast du’s mit der Hauswirtschaft?«,
so wäre wohl unzweifelhaft
Herrn Goethes Antwort die gewesen,
welche hierorts steht zu lesen:
»Kochen, scheuern, waschen, nähen?
Fenster putzen, Rasen mähen?
Einkäufe nachhause schleppen,
kehrtags fegen Flur und Treppen? –
Ich tu’ doch nicht, was ich nicht muss!
Wozu hab’ ich Frau Vulpius?«

31. Oktober

Heute vor 384 Jahren kam der holländische Barockmaler Jan Vermeer van Delft zur Welt.
Vermeer hatte ein Dutzend Kinder, welche eins hässlicher als das andere waren. Als Er­klä­rung, wie es ein Mann zuwege bringe, so unerhört schöne Bilder und zugleich dermaßen häss­liche Kinder zu fabrizieren, soll er gesagt haben:
»Die Bilder mache ich tagsüber bei gutem Licht, die Kinder nachts im Finstern.«

19. Oktober

»Woher kommen wir, wohin gehen wir, und warum liegt ständig was im Weg rum?«
(Jossele Mühlbacher)

Heute ist angeblich der Evaluier-dein-Leben-Tag, und angeblich soll man den Tag nutzen um in sich zu gehen und zu reflektieren, wie das eigene Leben verläuft.

(Über die Sinnhaltigkeit der Floskel »in sich gehen« könnte man auch mal reflektieren: wie soll denn das über­haupt gehen, und was soll dabei herauskommen? Der Aztekengott Huitzilo­pochtli hat mal vorgemacht, was dabei herauskommt, indem er in sich ging: der Überlieferung nach kroch der eines Tages in seinen eigenen Hintern hinein und ver­schwand darin, und ward seither nimmer gesehen. Merke: Don’t try this at home!)

Der Amtsweg ist das Ziel.

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