Kalendarisches

19. April

Heute ist übrigens der Weltfahrradtag. *)
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*) (Nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Tag des Fahrrades – hoppla, schon passiert:)

13. April

Heute vor 105 Jahren, am 13. April 1912, wurde Egon Schiele verhaftet und fasste anschlie­ßend drei Wochen Arresthaft aus, in Neulengbach im schönen Wienerwald. Wer das nicht glauben mag, möge hieramts darüber nachlesen.
Die Neulengbacher sind noch heute mächtig stolz drauf, von Herrn Schiele seinerzeit mit einem Arrestaufenthalt beehrt worden zu sein, und nannten deswegen den Platz vor ihrer Arrestanstalt in Egon-Schiele-Platz um.

19. März – Tag des Geflügels

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Die Stimmung steigt im Hühnerschlag,
denn heut’ ist Weltgeflügeltag
ein Tag, der ganz gewiss gefällt
dem Federvieh auf dieser Welt.
Drum lasst uns das Geflügel feiern
ohne lang herumzueiern:
wer heut’ entsprechend feiern will,
brät einen Broiler auf dem Grill.
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Allerlei Mischkulantes zum Tag des Geflügels:

Der geschlechtlichen Gleichstellung im Sprachgebrauch geschuldet, lässt man Gendering neu­er­dings auch dem Geflügel angedeihen, wie Kollegin Cappuccina entdeckte.

Über der Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei? mögen sich die Oologen die Eier­köpfe zerbrechen – die von Kollege Trithemius hieramts gestellte Gegenfrage, was wohl zu­letzt da sein wird, scheint indes geklärt: gewiss wird das Ei das Huhn überleben. Tau­send­jäh­rige Eier gibts bekanntlich, aber wer hätte schon jemals von einem tausendjährigen Huhn gehört?

Paul Simon erzählte, seinen Songtitel »Mother and Child Reunion« einst auf der Speisekarte eines Cajun-Restaurants in den Südstaaten gelesen zu haben, als Bezeichnung für eine kreoli­sche Mahlzeit: Huhn mit Ei.

Henry Ford war es seinerzeit, der Marketing mit Geflügel verglich: »Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern darüber wie verrückt. Was ist die Folge? Alle essen Hühnereier.«

Kennen Sie das TOBIS-Intro aus dem Kino? Was immer das sein mag, was das Feder­vieh unten rausfallen lässt, nachdem es gekräht hat – ein Ei kanns ja wohl keins sein:


Zum aktuellen Anlass nicht fehlen darf wie immer das obligate Symbol­bild, Abb. links: »Mit einem Messer trennt eine Frau in Bangladesch ihren Ver­ge­wal­ti­ger von dessen bestem Stück: einem weißen Huhn.«
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1. März

»Ein Kompliment ist eine freundliche Wahrheit mit etwas Make-up.«
(Hannelore Schroth)
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Heute ist übrigens der Welttag des Kompliments (nicht zu verwechseln mit dem Welttag der Komplimente am 24. Jänner), laut Wikipedia eingeführt als »Tag, an dem besonders viele Komplimente gemacht werden sollen« – was freilich Unsinn ist: sparen tut man ja auch nicht nur am Weltspartag. Auch mit Komplimenten sollte man sparen, jedoch nicht geizen. Ein Kompliment zu machen aber sollte Kür sein und nicht etwa Pflicht, nur weils grad im Ka­len­der steht.

Bei Kollegin Modeste klagt einer, er habe »zu viele schlechte Erfahrungen mit Kompli­menten aus heiterm Himmel heraus« gemacht. Dabei gibt es ein einfaches Rezept, wie man ein Kompliment machen kann ohne sich der peinlichen Situation auszusetzen, dass es als un­er­wünscht ankommt, ich verrate es Ihnen: leiten Sie stets mit der unver­fänglichen Frage ein »Hören Sie gern Komplimente?« – ich kann Ihnen versichern, dass die Mehrzahl aller Angesprochenen daraufhin antworten wird »Welches denn?« Dann machen Sie Ihr Kom­pli­ment. Ein geringerer Teil wird Ihnen erwidern »Nein,« – um gleich daran mit der Gegenfrage anzuknüpfen »Welches wäre es denn gewesen?« Dann verraten Sie es. Und lediglich eine Minderheit wird Ihnen dezidiert mit einem abschlägigen »Nein.« antworten. Auch recht, wer Ihr Kompliment nicht hören will, kriegts halt nicht zu hören. Es ist ganz einfach.

14. Februar

Josef Hader hat heute Geburtstag, er stammt aus Nöchling im Strudengau, in der südwestlichsten Ecke des Waldviertels.
Sein urbaner Kollege Alfred Dorfer reagierte pikiert, als er einmal bei Hader eingeladen war und zum Frühstück Erdäpfelschmarrn mit Zwiebel kre­denzt be­kam. Als Hader ein andermal bei Dorfer früh­stück­te, rächte dieser sich perfide: mit Jog­hurt­müesli und Nutella-Semmeln.
Trotzdem blieben sie Freunde..

12. Februar

Heute vor 208 Jahren wurde Charles Darwin (1809-1882) geboren, der Begründer der Evo­lu­tions­lehre. Zu seinem Gedenken wird heute weltweit der Darwin-Tag gefeiert.

Darwins Evolutionstheorie wird nicht von jedermann anerkannt, die Kreationisten lehnen sie rundweg ab. (Allerdings: wenn Gott die Menschen tatsächlich nach seinem Eben­bild er­schaf­fen hätte [1. Mose 1,27] – welcher Umkehrschluss folgert dann daraus: dass man sich Gott als Ebenbild der Menschen vorzustellen habe? Etwa so wie, sag mer mal, z.B. diese Typen in der Barbara Karlich Show?)

Reimkünstler Kollege krassNick legt ebenfalls Einwände gegen Herrn Darwins Theorie dar, er fasst sie in einen hübschen Fünfzeiler:
    Dass Mensch und Schimpanse Verwandte wären,
    gehört zu Herrn Darwins bekannten Lehren.
    Der Mops aber, dass ausgerechnet der
    mit dem Wolf verwandt wär’: das kann der Herr
    Darwin seiner Urstrumpftante erklären.
    ___________
    © mit freundl. Genehmigung M. Krassnig.

24. Jänner – Komplimentäres

Heute ist übrigens der Welttag der Komplimente, nicht zu verwechseln mit dem Welttag des Kompliments am 1. März. Welchen Nutzen ein zweiter Welttag der Komplimente haben soll, lässt sich nicht erraten, aber das weiß ja z.B. vom dritten Nationalratspräsidenten auch keiner.

Komplimente sind grundsätzlich was nettes, freilich aber korreliert die Akzeptanz seitens des Adressaten mit der zielgruppenadäquaten Formulierung:
    »Heast Oide, du schaust voi fett aus!«
– hörte ich mal einen Teenager anerkennend zu einem Mädel sagen, was die Angespro­che­ne offenkundig als schmeichelhaft empfand.
Wenn ich das gleiche zu meiner Frau sage, würde sie das vermutlich nicht so reizend finden.

5. Dezember – Weltbodentag

(NÖN.at)
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Heute ist übrigens schon wieder Weltbodentag, und zu diesem Anlass wurde dazumals an­de­ren­amts *) von einigen reimlustigen KollegInnen eine Reihe launiger Verse verfasst, z.B.:

Der Boden der liegt bloß so rum,
und tut doch artig seine Pflicht.
Denn tät er’s nicht, dann wär’ das dumm:
wo man sonst steh’n sollt’, wüsst’ man nicht.
© mit freundl. Genehmigung M. Krassnig
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*) (Betrüblicherweise ist auch Kollege Bubi40 – wie zahlreiche weitere geschätzte, ehe­dem um­trie­bi­ge AmtskollegInnen – mittlerweile verstummt bzw. nur mehr sporadisch in der Blo­go­sphäre zugange. Gelegentlich hieramts angebrachte Verlinkungen auf derlei stillgefallene oder -gelegte, indes nicht weniger lesenwerte Blogseiten mögen vielleicht wie wehmütige Re­mi­nis­zen­zen daherkommen. Aber das sind sie ja schließlich.)

20. November – Deutscher Lebertag

    Heut’ ist der Deutsche Lebertag,
    hier steht’s, falls wer nicht glauben mag.
    Drum lasst an diesem Tag, dem hehren,
    uns die Deutsche Leber ehren:
    denn ohne diese gäb’ es keine
    Deutsche Leberwurst, die feine.

16. November: Internationaler Tag für Toleranz

»Toleranz ist die Fortsetzung der Ratlosigkeit mit anderen Mitteln.«
(Henryk M. Broder)
    Heut ist der Toleranzwelttag,
    darf ich Sie informieren.
    Falls irgendwer den feiern mag
    will ich’s gern tolerieren.
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»Das Wort “Toleranz“ ist kein deutsches Wort, es ist ein Fremdwort. Und “etwas tolerieren“ be­deutet soviel wie “etwas aushalten“. Also wenn früher mal wer gefoltert worden ist, dann war der tolerant.«  (Gerhard Polt)

Der Amtsweg ist das Ziel.

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