Kalendarisches

27. September

Heute vor 86 Jahren kam in Niederfladnitz im niederösterreichischen Waldviertel ein Herr Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl-Petz zur Welt, und dass einer mit so einem Namen kein be­rühmter Schlagerstar wurde, verwundert kaum.

Unter anderem Namen aber wurde Herr Nidl-Petz zum ersten Schallplattenmillionär der deutschen Musikgeschichte, 1984 bekam er für seine löblichen Verdienste um die Verbreitung des deutschen Liedgutes in aller Welt das Bundesverdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

29. August

Heute vor 59 Jahren kam Michael Jackson zur Welt, zumindest Teile von ihm. Später gelang­te er zu Berühmtheit als lebender Bleichnam. Sein sehnlichster Wunsch seit Kinder­tagen war, wie er verriet, eines Tages auszuschauen wie Liz Taylor:
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Michael Jackson
 
.. .vorher / nachher
.
Auch als Kinderzumpferl-Aficionado erlangte Herr Jackson Berühmtheit, zum Glück gelang es seinem pfiffigen Herrn Advokaten, die Schlafzimmer-Schweinigeleien seines Mandanten mit schulpflichtigen Bettgespielen als »harmlose Pyjama-Parties« darzustellen, ist das nicht her­zig. Dafür kriegten die Erziehungsberechtigten der minderjährigen Bespielungs­opfer auch nur 1,5 Millionen $ Schweigehonorar, Herr Advokat hingegen 3 Millionen. Fairer Deal, muss man zu­geben.
(Mit seiner Kurzzeit-Ehefrau Lisa Maria Presley scheint er im Schlafzimmer weitaus weniger umtriebig gewesen zu sein, im Interview sagte sie: »Michael und ich hatten nur einmal Sex miteinander«. Das gibt zu denken – erinnern wir uns, was passierte, als Michael Jackson auf der Bühne einmal niesen musste: seine Nase ist ihm abge­fallen. Nun darf darüber spekuliert werden, warum der nur einmal Sex hatte ..)

1. Freitag im August: Internationaler Tag des Bieres

    Schon seinerzeit beliebten
    die Leute in Ägypten
    das Bier gern zu genießen:
    dies gilt heut’ als erwiesen
    und lässt sich überprüfen
    anhand der Hieroglyphen.
    Zu Ehren bauten sie dem Bier
    (wer’s nicht gewusst hat, liest es hier:)
    die großen Bieramiden.
    Und alle war’n zufrieden.

21. Juli

Heute vor 118 Jahren wurde Ernest Hemingway (1899-1961) geboren. Seine Leidenschaft galt u.a. der Großwildjagd und der Hochseefischerei:

Foto, ca. 1937: Ernest Hemingway als Großwildjäger und Hochseefischer – entdecken Sie den Fehler?
Frage der Woche:
(ORF.at)
(Was ging dem Fragesteller durch den Kopf, als er selbige stellte?)
.
Hemingway ist übrigens der Urheber jenes Aperçu, welches Kollege KrassNick zu einem ge­fäl­li­gen Vierzeiler reimte:
    »Dass eine Rose besser riecht
    als Kohl, bedeutet deshalb nicht,
    dass aus der Rose folglich man
    die bess’re Suppe kochen kann.«

19. April

Heute ist übrigens der Weltfahrradtag. *)
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*) (Nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Tag des Fahrrades – hoppla, schon passiert:)

13. April

Heute vor 105 Jahren, am 13. April 1912, wurde Egon Schiele verhaftet und fasste anschlie­ßend drei Wochen Arresthaft aus, in Neulengbach im schönen Wienerwald. Wer das nicht glauben mag, möge hieramts darüber nachlesen.
Die Neulengbacher sind noch heute mächtig stolz drauf, von Herrn Schiele seinerzeit mit einem Arrestaufenthalt beehrt worden zu sein, und nannten deswegen den Platz vor ihrer Arrestanstalt in Egon-Schiele-Platz um.

19. März – Tag des Geflügels

.
Die Stimmung steigt im Hühnerschlag,
denn heut’ ist Weltgeflügeltag
ein Tag, der ganz gewiss gefällt
dem Federvieh auf dieser Welt.
Drum lasst uns das Geflügel feiern
ohne lang herumzueiern:
wer heut’ entsprechend feiern will,
brät einen Broiler auf dem Grill.
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Allerlei Mischkulantes zum Tag des Geflügels:

Der geschlechtlichen Gleichstellung im Sprachgebrauch geschuldet, lässt man Gendering neu­er­dings auch dem Geflügel angedeihen, wie Kollegin Cappuccina entdeckte.

Über der Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei? mögen sich die Oologen die Eier­köpfe zerbrechen – die von Kollege Trithemius hieramts gestellte Gegenfrage, was wohl zu­letzt da sein wird, scheint indes geklärt: gewiss wird das Ei das Huhn überleben. Tau­send­jäh­rige Eier gibts bekanntlich, aber wer hätte schon jemals von einem tausendjährigen Huhn gehört?

Paul Simon erzählte, seinen Songtitel »Mother and Child Reunion« einst auf der Speisekarte eines Cajun-Restaurants in den Südstaaten gelesen zu haben, als Bezeichnung für eine kreoli­sche Mahlzeit: Huhn mit Ei.

Henry Ford war es seinerzeit, der Marketing mit Geflügel verglich: »Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern darüber wie verrückt. Was ist die Folge? Alle essen Hühnereier.«

Kennen Sie das TOBIS-Intro aus dem Kino? Was immer das sein mag, was das Feder­vieh unten rausfallen lässt, nachdem es gekräht hat – ein Ei kanns ja wohl keins sein:


Zum aktuellen Anlass nicht fehlen darf wie immer das obligate Symbol­bild, Abb. links: »Mit einem Messer trennt eine Frau in Bangladesch ihren Ver­ge­wal­ti­ger von dessen bestem Stück: einem weißen Huhn.«
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1. März

»Ein Kompliment ist eine freundliche Wahrheit mit etwas Make-up.«
(Hannelore Schroth)
.
Heute ist übrigens der Welttag des Kompliments (nicht zu verwechseln mit dem Welttag der Komplimente am 24. Jänner), laut Wikipedia eingeführt als »Tag, an dem besonders viele Komplimente gemacht werden sollen« – was freilich Unsinn ist: sparen tut man ja auch nicht nur am Weltspartag. Auch mit Komplimenten sollte man sparen, jedoch nicht geizen. Ein Kompliment zu machen aber sollte Kür sein und nicht etwa Pflicht, nur weils grad im Ka­len­der steht.

Bei Kollegin Modeste klagt einer, er habe »zu viele schlechte Erfahrungen mit Kompli­menten aus heiterm Himmel heraus« gemacht. Dabei gibt es ein einfaches Rezept, wie man ein Kompliment machen kann ohne sich der peinlichen Situation auszusetzen, dass es als un­er­wünscht ankommt, ich verrate es Ihnen: leiten Sie stets mit der unver­fänglichen Frage ein »Hören Sie gern Komplimente?« – ich kann Ihnen versichern, dass die Mehrzahl aller Angesprochenen daraufhin antworten wird »Welches denn?« Dann machen Sie Ihr Kom­pli­ment. Ein geringerer Teil wird Ihnen erwidern »Nein,« – um gleich daran mit der Gegenfrage anzuknüpfen »Welches wäre es denn gewesen?« Dann verraten Sie es. Und lediglich eine Minderheit wird Ihnen dezidiert mit einem abschlägigen »Nein.« antworten. Auch recht, wer Ihr Kompliment nicht hören will, kriegts halt nicht zu hören. Es ist ganz einfach.

14. Februar

Josef Hader hat heute Geburtstag, er stammt aus Nöchling im Strudengau, in der südwestlichsten Ecke des Waldviertels.
Sein urbaner Kollege Alfred Dorfer reagierte pikiert, als er einmal bei Hader eingeladen war und zum Frühstück Erdäpfelschmarrn mit Zwiebel kre­denzt be­kam. Als Hader ein andermal bei Dorfer früh­stück­te, rächte dieser sich perfide: mit Jog­hurt­müesli und Nutella-Semmeln.
Trotzdem blieben sie Freunde..

12. Februar

Heute vor 208 Jahren wurde Charles Darwin (1809-1882) geboren, der Begründer der Evo­lu­tions­lehre. Zu seinem Gedenken wird heute weltweit der Darwin-Tag gefeiert.

Darwins Evolutionstheorie wird nicht von jedermann anerkannt, die Kreationisten lehnen sie rundweg ab. (Allerdings: wenn Gott die Menschen tatsächlich nach seinem Eben­bild er­schaf­fen hätte [1. Mose 1,27] – welcher Umkehrschluss folgert dann daraus: dass man sich Gott als Ebenbild der Menschen vorzustellen habe? Etwa so wie, sag mer mal, z.B. diese Typen in der Barbara Karlich Show?)

Reimkünstler Kollege krassNick legt ebenfalls Einwände gegen Herrn Darwins Theorie dar, er fasst sie in einen hübschen Fünfzeiler:
    Dass Mensch und Schimpanse Verwandte wären,
    gehört zu Herrn Darwins bekannten Lehren.
    Der Mops aber, dass ausgerechnet der
    mit dem Wolf verwandt wär’: das kann der Herr
    Darwin seiner Urstrumpftante erklären.
    ___________
    © mit freundl. Genehmigung M. Krassnig.

Der Amtsweg ist das Ziel.

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