Kalendarisches

25. April

Heute ist übrigens der Welt-Pinguin-Tag.
(General-Anzeiger)
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Dank der Technik muss niemand in die Arktis, um dort Pinguine zu zählen. Das ist freilich recht praktisch. Pinguin­zähler in der Arktis soll angeblich ein ziemlich frustrierender Job sein.

23. März

Kollege Gunkl hat heute Geburtstag, bekannt als virtuoser Meister der semantischen Ara­bes­ke, der argumentativen Pirouette & der er­kennt­nis­philosophischen Föhnwelle, sowie als uni­ver­seller »Experte für ei­gent­lich eh alles«.
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Seine Ratgeberseite »Gunkls Tip des Tages« wird seit April 2000 täg­lich (sic!) ak­tu­ali­siert, man erfährt dort wissenswertes und be­deut­sa­mes, etwa:
    »In Monaten, deren Namen in Heinzelmännchenschrift Buchstaben aufweisen, die eine geschlossene Schlinge bilden, sollte man bis spätestens zwei Stunden vor Sonnen­untergang nichts essen, was mit Schonbezug besser aussieht als ohne.«

    oder: »Hunde, die beißen, bellen nicht; wenigstens nicht währenddessen.«
© mit freundl. Genehmigung d. Autors

Aufgrund seiner markanten Optik (Kurzhaarschur & Aschenbecherbrille) werde er oft fälsch­li­cherweise für einen Intellektuellen gehalten, tatsächlich aber sei er lediglich, wie er selber zu­gibt, »schasaugert und z’ fäu zum kampeln« *)

*) schwachsichtig und zu faul zum kämmen

19. März – Tag des Geflügels

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Die Stimmung steigt im Hühnerschlag,
denn heut’ ist Weltgeflügeltag
ein Tag, der ganz gewiss gefällt
dem Federvieh auf dieser Welt.
Drum lasst uns das Geflügel feiern
ohne lang herumzueiern:
wer heut’ entsprechend feiern will,
brät einen Broiler auf dem Grill.
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Allerlei Mischkulantes zum Tag des Geflügels:

Der geschlechtlichen Gleichstellung im Sprachgebrauch geschuldet, lässt man Gendering neu­er­dings auch dem Geflügel angedeihen, wie Kollegin Cappuccina entdeckte.

Über der Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei? mögen sich die Oologen die Eier­köpfe zerbrechen – die von Kollege Trithemius hieramts gestellte Gegenfrage, was wohl zu­letzt da sein wird, scheint indes geklärt: gewiss wird das Ei das Huhn überleben. Tau­send­jäh­rige Eier gibts bekanntlich, aber wer hätte jemals von einem tausendjährigen Huhn gehört?

Paul Simon erzählte, seinen Songtitel »Mother and Child Reunion« einst auf der Speisekarte eines Cajun-Restaurants in den Südstaaten gelesen zu haben, als Bezeichnung für eine kreoli­sche Mahlzeit: Huhn mit Ei.

Henry Ford war es seinerzeit, der Marketing mit Geflügel verglich: »Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern darüber wie verrückt. Was ist die Folge? Alle essen Hühnereier.«

Kennen Sie das TOBIS-Intro aus dem Kino? Was immer das sein mag, was das Feder­vieh unten rausfallen lässt, nachdem es gekräht hat – ein Ei kanns ja wohl keins sein:


Zum aktuellen Anlass nicht fehlen darf wie immer das obligate Symbol­bild, Abb. links: »Mit einem Messer trennt eine Frau in Bangladesch ihren Ver­ge­wal­ti­ger von dessen bestem Stück: einem weißen Huhn.«
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14. März – Pi-Tag

Heute vor 31 Jahren, am 14. März 1987 um 1:59 pm Ortszeit, wurde am Ex­plo­ra­to­rium, dem Museum für Wissenschaft, Kunst & menschliche Erkenntnis zu San Francisco, erstmals der Pi-Tag zelebriert. 22 Jahre danach ernannte der US-Kon­gress den 14. März zum offiziellen Nationaltag für die Kreiskonstante Pi.
Der exakte Zeitpunkt entspricht gemäß ame­ri­ka­ni­scher Datumsschreibweise 3/14 und Uhrzeit der Kreiszahl Pi bis zur fünften Dezimalstelle: 3,14159. Die Zeremonie »um eine runde Sache zu feiern« besteht darin, dass die Teilnehmer im Kreis um den sogenannten Pi-Schrein in der Mitte des Exploratoriums herumlaufen, wobei sie kreis­rund gebackene Kuchen verzehren.
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Höchst »Er­staun­li­ches« über die Zahl Pi weiß übrigens die WELT zu verraten.
Kollege gnaddrig listet hier weitere πttoreske Vorschläge auf, wie sich der Pi-Tag ge­büh­rend zelebrieren ließe.

25. Februar – Hypotaxisches

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Heute ist, was wir nicht ver­ab­säu­men möchten, den geneigten Lesern zur Mitteilung zu bringen, um zu ver­mei­den, uns dem Vor­wurf aus­gesetzt zu sehen, man hätte hieramts davon Kenntnis besessen aber nie­mand daran teil­ha­ben lassen, der Tag der Schachtelsätze.
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9. Februar

Heute ist übrigens der Tag der Zahn­schmer­zen, falls man dem Kalender glauben will.
(Nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s gewusst aber keinem verraten.)
Es feiere den Zahnschmerztag
ein jeder, wie er’n feiern mag.
(Am Zahnschmerztag ist freilich nicht
Zahnschmerz zu haben Bürgerpflicht:
so wie am Weltmilchtag ja auch
nicht Milch zu geben ist der Brauch.
Das wird vom Bürger nicht verlangt
am Zahnschmerztag, Gott sei’s gedankt.)

19. Jänner: Internationaler Fetisch-Tag

Heute ist übrigens der Internationale Fetisch-Tag.
(Nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s gewusst aber keinem verraten.)
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Haben Sie schon gewusst:
Ein Pedophiler ist kein Fußfetischist, sondern ein Rechtschreibfehler.

13. Jänner – Folkloristisches: Sankt-Knuts-Tag

In Schweden, Norwegen und Finnland dauert die Weihnachtszeit zwanzig Tage und endet erst am 13. Jänner, dem Sankt-Knuts-Tag. An diesem Tag werden traditionell die Weihnachtsbäume entsorgt, indem sie kur­zer­hand aus dem Fenster auf die Gasse hinausgeworfen werden. Zum Opfer dieser Tradition wurde einst der große französische Denker René Descartes:

Die Weihnachtsferien zum Jahreswechsel 1649/50 verbrachte Monsieur Descartes auf Ein­la­dung Königin Christines von Schweden, seiner langjährigen Brieffreundin, in Stockholm, wo­selbst er jeden Morgen um Schlag fünf Uhr früh am königlichen Früh­stückstisch anzutreten hatte. Welch barbarische Sitte, zu nachtschlafener Zeit zu frühstücken, parbleu!, befand Des­car­tes, diese Schweden müssen wohl einen an der Waffel haben. Nun weiß man aber, dass in Schweden noch andere extra­va­gante Brauchtümer grassieren, etwa morgens zu Sankt Knut die ab­ge­fei­er­ten Weih­nachts­bäume directement aus dem Fenster zu expedieren, all­fäl­li­gen Pas­san­ten auf die Köpfe. Und akkurat ein sol­cher landete unglücklicherweise auf Mon­sieurs Den­ker­haupt, als er am Sankt-Knuts-Tag 1650 früh­mor­gens grimmigen Ge­mü­tes durch den skandinavischen Winter stiefelte, zum Pflicht­déjeuner mit Ihro bettflüchtiger Majestät. Von den Folgen erholte er sich nimmer, knapp einen Monat später verstarb Des­car­tes in Stock­holm an den Aus­wir­kun­gen skan­di­na­vi­scher Weih­nachts­folklore.

4. Jänner – Welt-Braille-Tag

Der Welt-Braille-Tag wird alljährlich am 4. Jänner gefeiert, dem Geburtstag des Erfinders der Blindenschrift Louis Braille (1809-1852).

(Seinen Todestag pflegt er indessen selber zu feiern, wenn man dem ORF glauben darf :)

1. Jänner


(Neulengbacher Zeitung, 1917)

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