Redensartiges

9. Dezember

Heute vor 115 Jahren kam Ödön von Horváth (1901-1938) zur Welt, seinen Geschichten aus dem Wiener Wald stellte er als Motto den erhabenen Satz voran:
    »Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.«

Glück im Unglück

Stets wenn man vermeint, der Sinnbefreitheitsrekord bei der Anführung der Schrumpfsinns­floskel »Glück im Unglück« in Pressetexten müsse irgendwann erreicht sein und sich nimmer übertreffen lassen, kommt zuverlässig einer daher und beweist das Gegenteil:

lokalo.de

19. November

Heute ist übrigens schon wieder Welttoilettentag. (Nicht dass es wieder Beschwerden hagelt, ich hätt’s gewusst aber niemand verraten.)

Beim Gastwirt R. in Raßberg bei Neulengbach hängt über den Pissoirs am Männerklo eine rie­sen Tafel mit dem Uralt-Häuselschmäh:
    »Tritt näher, er ist kürzer als du denkst.«
Tafel und Beschriftung sind allerdings dermaßen groß dimensioniert, sodass jeder nor­mal­sich­tige Pissoir-Benützer unweigerlich einen Schritt zurücktreten muss, damit er’s über­haupt richtig lesen kann.

Schwurbelschwatz der Woche

»Alle Menschen sind klug – die einen vorher, die anderen nachher.«
(Voltaire)
.
Dass die SPÖ die Bezirksvertretungswahl in Wien Leopoldstadt gegen die Grünen ver­lo­ren hat, kam unerwartet. Bezirksvorsteher Karlheinz Hora (SPÖ) weiß die Wahl­nie­der­lage seiner Partei indessen zu erklären:
    »Die Grünen haben mit ihrem Spruch, dass es bei dieser Wahl um den zweiten Platz geht, die bessere Mobilisierungskraft gehabt. Dabei habe ich immer ge­warnt, dass es auch um Platz eins geht.«

10. September

Heute vor zehn Jahren war es, am 10. September 2006, als Papst Benedikt XVI. beim Frei­luft­gottesdienst auf dem Gelände der Neuen Messe München vor 250.000 Zuhörern die denk­wür­dige Diagnose erstellte:
    »Es herrscht zu viel Vernunft in der Welt.«
Und die Menschheit dazu aufrief, sich in ihrem Handeln weniger von Vernunft, dafür stärker von religiösen Werten leiten zu lassen.

Wie sich erweist, haben sich offenbar viele Leute in der weiten Welt seinen Aufruf zu Herzen genommen und ihre Vernunft an die Garderobe gehängt, um ihm artig Folge zu leisten. Das wird den frommen Mann bestimmt sehr freuen.
.
────────────────
»Die religiöse Manie gilt als die vorherrschende Form von Geisteskrankheit.«
bemerkte Henry Coswell, im Jahr 1839. Daran hat sich seither nix geändert.

Schlagkräftiges Argument


    .(Alte Volksweisheit)

Sustentionelles

Die Sustentio(n) ist eine rhetorische Figur, indem z.B. ein Sprichwort bzw. eine bekannte For­mu­lie­rung unerwartet abgewandelt wird. (Wikipedia)
(Wolfgang Neuss)
(aufgelesen von Kollege kid37)

31. März

Heute vor 144 Jahren wurde die russische Schriftstellerin Alexandra M. Kollontai (1872-1952) geboren.
Auf einem literarischen Abend langweilte ein aufstrebender junger Dichter die Gesellschaft mit seinen hochtrabenden Ambitionen: »Mit meinem Schaffen,« so tat er dramatisch kund, »möchte ich etwas Großes, Reines vollbringen!« – Alexandra Kollontai riet ihm da­rauf­hin: »Waschen Sie einen Elefanten.«

29. Jänner

Heute vor 136 Jahren kam der große Zyniker und Misanthrop W.C. Fields (1880-1946) zur Welt, er sagte das garstige Bonmot:
    »Wer Hunde und Kinder nicht ausstehen kann,
     kann kein grundsätzlich schlechter Mensch sein.«
Mein geschätzter Kollege Mario Bernold, grundsätzlich kein schlechter Mensch, doch eben­falls Zyniker, konstatiert zu diesem Thema:
    »Mit Hunden und Kindern ist es wie mit Fürzen:
     lieben kann man nur die eigenen.«

Glück im Unglück

Nicht immer lässt sich für den Leser nachvollziehen, was dem Verfasser bei der Einleitung mancher Texte mit der Unsinnsfloskel »Glück im Unglück« wohl durch den Kopf gegangen sein mag. Womöglich die Zugluft?

lokalkompass.de

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