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Apostrophisches

(netzeitung.de)
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Online-Redakteur wegen obszönen Genitiv-Apostroph zu verschärfter Haft verurteilt.

In 30 Tagen um die Welt, 19. Tag




.. China:  Die Letzten ihrer Art.

»In China ist alles anders als bei uns“, beobachtet Douglas Adams in Die Letzten ihrer Art, etwa dass die Chinesen beim Tischtennisspielen den Schläger genauso halten wie unsereins eine Zigarette, beim Rauchen dafür die Zigarette so halten wie wir einen Tischtennisschläger. Böse Zungen behaupten, dass das in China auch auf die Redens­art zutrifft: »Was der Bauer nicht kennt, frisst er.« Gelegentlich liest man Berichte über neuentdeckte zoologische Spezies, die noch in keinem wissenschaftlichen Fach­buch stehen, in China aber schon lang auf dem Speisezettel.
Im Prinzip lässt sich in chinesischen Kochtöpfen alles finden, was vier Beine hat und kein Stuhl ist, niemals fehlen aber darf eine Zutat:  Glutamat.
Der Geschmacksverstärker Natriumglutamat findet in der traditionellen chinesischen Küche als Gewürzmittel seit Jahrhunderten Verwendung, 80 Prozent des weltweit pro­du­zier­ten Glu­ta­mats werden in China verkonsumiert. Jetzt hat sich in Studien heraus­ge­stellt, dass es sich bei Glutamat womöglich um ein gefährliches Nervengift handelt, welches Löcher ins Gehirn frisst und bei häufiger Einnahme zum Tod führt.
Das könnte freilich erklären, warum die Chinesen bekanntlich schon seit Jahrhunder­ten so akut vom Aussterben bedroht sind.
Über die Chinesische Mauer lässt sich sagen, dass sie unerhört lang ist, unerhört beein­druckend, sowie unerhört nutzlos. Dass man sie angeblich vom Weltraum aus sehen kann, ist ein Gerücht, man weiß nicht genau wie das aufgekommen ist.

mauer

Herr G. schreibt Verkehrsgeschichte, Teil II

Von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbeachtet, hat unser Herr verkehrsgeschicht­licher Großtäter eine neue Großtat ausgeheckt: »In ganz Europa gibt es kein offizielles Schild, das vor Geisterfahrern warnt,« und weil sonst eh grad keine dringenderen verkehrspolitischen Agenden anstehen, hat er deshalb einen Ideenwettbewerb für ein Gefahrenzeichen Achtung Geisterfahrer! ins Leben gerufen.

Das siegreich aus dem Wettbewerb hervorgegangene Schild legt dem Autofahrer bildlich dar, was bei der Begegnung mit einem Geisterfahrer zu tun ist:  fahren Sie auf der Autobahn prinzipiell nebeneinander (wie es sowieso alle eh schon immer gern machen), und geben Sie dadurch dem Geister­fahrer keine Chance, un­ge­scho­ren davonzukommen. Derart werden Geisterfahrer zu­ver­lässig ein für allemal gestoppt.

»Ein einmaliger Schritt, ein eindrucksvoller Erfolg und wieder einmal eine verkehrs­po­li­ti­sche Pioniertat Österreichs. Ein Meilenstein in der europäischen Verkehrspolitik.«
(Hubert Gorbach)
Meilenstein. Verkehrspolitische Pioniertat. Hat der wirklich so gesagt..